Foto: Tim Lüddemann / CC BY-NC-ND 2.0 (via Flickr)
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Halten wir fest: Die sächsische AfD beschließt vollmundig ein »Regierungsprogramm«, liebäugelt mit einen eigenen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten, ist aber unfähig, sich an Wahlgesetze zu halten. Weil die Partei am 1. September nur mit 18 statt 61 Kandidaten auf ihrer Landesliste antreten darf, gibt es eine reale Chance, das reaktionäre Worst-Case-Szenario eines völkischen Durchmarschs abzuwenden. Vorausgesetzt, alle anderen Parteien ergreifen die Gelegenheit.

Das Problem geht aber über Caffier hinaus. Sein Unwillen, auf die Frage zu antworten, steht sinnbildlich für die Verwilderung und autoritäre Entwicklung in weiten Teilen des Staatsapparates.
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 DE via Wikimedia Commons

Keine Privatsache

Eine starke AfD-Fraktion im Landtag gibt es nur, wenn die extreme Rechte viele Direktmandate holt. Prognosen trauen ihr den Gewinn von bis zu 26 der 60 Wahlkreise zu. Das würde reichen, um große Teile der Verluste aufgrund der gekürzten Landeslisten auszugleichen. Ist also doch schon alles gelaufen? Nein! Denn Stimmungsbilder zwei Monate vor der Wahl sind keine Ergebnisse am Wahltag. Bis dahin kann viel passieren.

Strategen sollten nun analysieren, in welchen Wahlkreisen der Kampf um die Erstimmen so knapp ausfallen könnte, dass es Sinn ergibt, den Kandidaten einer anderen Partei mit den größten Chancen gegen die AfD zu unterstützen. Mitnichten ist das nur die CDU, für die Direktwahlkreise lange quasi als sicheres Ticket in den Landtag galten. In Dresden und Leipzig dominieren etwa Grüne und LINKE. Zusammenarbeit tut jetzt not.



Quelle: ots/neues deutschland
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