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Es wird Zeit, dass die etablierten Parteien sich darauf einstellen: Die AfD ist kein Strohfeuer, das sich in ein paar Monaten ähnlich wie die Piratenpartei überlebt hat. Im Gegensatz zu den Piraten hat die AfD nämlich ein konkretes Anliegen: Weniger oder besser gar keine Zuwanderung. Das Schicksal der Flüchtlinge ist da Nebensache.

Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt. Hier sollten in jedem Schulfach und an jeder Schulform entsprechend ausgebildete Pädagogen eine Selbstverständlichkeit sein und kein Luxusgut.
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Bildung steht über der Pandemie

Es gibt viele Deutsche, die diese Ansicht teilen. Wem das Problem angesichts von mehr als einer Million Flüchtlingen zu groß wird, der fühlt sich von den Regierungsparteien allein gelassen.

Bei den Umfragewerten dürfte auch die Kölner Silvesternacht eine Rolle gespielt haben. Mancher, der noch vor einem Monat zusammen mit der Kanzlerin davon ausging, man werde den Flüchtlingsstrom bewältigen, hat nun Zweifel. Die Polizei ist überfordert, die Mitarbeiter im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sind es auch. Anwohner in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften ängstigen sich, dass in ihrer Nähe Ähnliches passieren können. Das führt zur Abschottung zwischen Flüchtlingen und Deutschen - das Gegenteil dessen, was nötig wäre. Echte Integration findet bislang nur in ein paar Modellprojekten statt und wird nicht einmal annähernd der hohen Flüchtlingszahl gerecht.

Hier entsteht eine Gemengelage, in der die Lösung "Grenze zu" bestens ankommt. Die Nachbarländer im Osten machen es vor und stellen ungeniert Muslime unter Generalverdacht. In so einer aufgeladenen Atmosphäre fruchten AfD-Parolen immer besser, denn viele Menschen glauben nicht, dass die Große Koalition in Berlin in absehbarer Zeit Lösungen für das Problem findet. Solange das so bleibt, werden die Umfragewerte der AfD hoch bleiben - oder weiter steigen.



Quelle: ots/Thüringische Landeszeitung


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