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Gratis-Bahnfahrten auch für Freiwilligendienste gefordert

Foto: Derwatz / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Politik
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Gratis-Bahnfahrten auch für Freiwilligendienste gefordert

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Angesichts der Einführung kostenloser Bahnfahrten für Bundeswehrsoldaten fordert der Paritätische Gesamtverband Freifahrten für alle, die einen Freiwilligendienst leisten. Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Wenn schon von Freifahrten gesprochen wird, sollte die Bundesregierung ihren Blick besser auf die 100.000 überwiegend jungen Menschen in den Freiwilligendiensten richten, die hier für ein Taschengeld von maximal 400 Euro im Monat echten Einsatz für unser Gemeinwesen leisten." Sie hätten eine solche Anerkennung mehr als verdient. "Und sie könnten auch materiell die Befreiung von ihren Fahrtkosten dringend brauchen."

Schneider kritisierte zugleich die Regelung für die Bundeswehrsoldaten. Er betonte: "Wir haben keine Wehrpflichtigen mehr." Dass diese früher Freifahrten zwischen Wohnort und Kasernen bekommen hätten, sei nur sachgerecht gewesen. "Heute", so Schneider weiter, "haben wir es allerdings mit einer Berufsarmee zu tun, und es gibt keinen wirklichen Grund, einer bestimmten Berufsgruppe das Privileg freier Bahnfahrten zu gewähren." Das Argument, der Anblick einer Bundeswehruniform würde das subjektive Sicherheitsgefühl der Mitreisenden erhöhen, sticht nach Einschätzung des Paritätischen Gesamtverbandes nicht: "Soldaten sind keine Polizisten, weder von der Ausbildung noch von ihrem Auftrag und ihren Befugnissen her", so Schneider.

Uniformierte Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr können ab dem 1. Januar 2020 alle Züge der Deutschen Bahn für dienstliche und private Fahrten in der zweiten Klasse kostenfrei nutzen. Dafür zahlt die Bundeswehr eine Pauschale an die Bahn.

Der Paritätische ist einer der sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Als Dachverband fungiert er nach eigenen Angaben für mehr als 10.000 eigenständige Organisationen, Einrichtungen und Gruppierungen im Sozial- und Gesundheitsbereich.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung

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