Sonntag, 09 Aug 2020
Die EEG-Umlage für den Eigengebrauch wollen die Grünen ganz streichen.
Die EEG-Umlage für den Eigengebrauch wollen die Grünen ganz streichen. Foto: Solarimo / CC0 (via Pixabay)
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Die Grünen-Bundestagsfraktion fordert eine Abnahmegarantie für Strom aus älteren Solaranlagen, damit die Energie weiter genutzt werden kann. "Wir wollen so viele Erneuerbare-Energien-Anlagen am Netz halten wie möglich. Das bedeutet Ressourcenschonung und liefert einen gesicherten Beitrag zum Umstieg von Kohle- und Atomstrom auf saubere Energie", sagte die Grünen-Abgeordnete Julia Verlinden der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

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Foto: Thomas Ulrich / CC0 (via Pixabay)

Streit ums Geld, nicht ums Klima

In einem Antrag der Fraktion heißt es, die Abnahme des Solarstroms durch die Netzbetreiber müsse gesichert und der Marktwert für den Strom aus kleineren Anlagen "eins zu eins" an die Eigentümer der Solardächer weitergegeben werden. Die EEG-Umlage für den Eigengebrauch (Sonnensteuer) will die Ökopartei ganz streichen, der Einbau neuer Zähler soll hingegen bezuschusst werden.

Hintergrund des Antrags: Ohne neue Regeln würden nach Angaben der Grünen bis Mitte der 20er-Jahre mehr als 170.000 Fotovoltaik-Anlagen aus der Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz herausfallen. Bei einer "wilden Einspeisung" drohen den Betreibenden zivilrechtliche Ansprüche und im äußersten Fall die Abklemmung vom Stromnetz.

"Wie in vielen Bereichen der Energiewende hat die schwarz-rote Regierungskoalition hier nicht geliefert", kritisierte Verlinden. "Wir fordern die Regierung auf, unbürokratische Anschlussregelungen zu schaffen, damit die Solaranlagen auf den Dächern auch weiterhin sauberen Strom produzieren und ins Stromnetz einspeisen können." Die meisten Anlagen seien technisch in einem guten Zustand und könnten noch "über viele Jahre" Energie liefern.

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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