"Ich kann die Ungeduld vieler Menschen verstehen", sagt Heil. "Aber der Weg, den Bund und Länder gemeinsam vereinbart haben, ist richtig."
"Ich kann die Ungeduld vieler Menschen verstehen", sagt Heil. "Aber der Weg, den Bund und Länder gemeinsam vereinbart haben, ist richtig." Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)
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Bundesarbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (SPD) hat Kritik aus Wirtschaft und Opposition zurückgewiesen, die Corona-Maßnahmen würden zu langsam gelockert. "Wir sind noch in der Akutphase. Schießen die Infektionszahlen wieder hoch, wäre das gesundheitlich und wirtschaftlich das Schlimmste, was uns passieren kann", mahnte Heil im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Wir dürfen noch keine Entwarnung geben. Wir müssen Katastrophen wie in Italien, Frankreich oder New York vermeiden. Denn das würde auch zu wirtschaftlichen Rückschlägen ungeahnten Ausmaßes führen", sagte Heil.

Unter dem Strich wird Seehofers Aussage kaum einen Beitrag dazu leisten, Scheuers Schuld aufzuklären.
Foto: Michael Lucan / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Keine Schonung mehr für Scheuer

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf einen Fahrplan geeinigt, der die Öffnung erster Geschäfte ab kommendem Montag vorsieht. Großflächige Läden sowie Restaurants und Bars bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Vertreter von FDP und AfD und von Wirtschaftsverbänden gehen die Lockerungen nicht weit genug.

"Ich kann die Ungeduld vieler Menschen verstehen", sagt Heil. "Aber der Weg, den Bund und Länder gemeinsam vereinbart haben, ist richtig." Der Minister versprach: "Wir tun alles, um noch in diesem Jahr eine Trendwende zu schaffen, sodass die Wirtschaft wieder durchstarten kann." In einzelnen Wirtschaftsbereichen - etwa der Automobilindustrie - laufe die Produktion schon wieder an. "Sobald die Akutphase überstanden ist, wird es weitere Lockerungen geben, und die Bundesregierung wird den Neustart der Wirtschaft mit konjunkturellen Maßnahmen unterstützen."

Heil bezeichnete die Corona-Pandemie in der NOZ als "eine Menschheitsaufgabe". Staaten, die das Virus nicht ernst genommen hätten, seien längst eingeholt worden. "Der Schutz von Leib und Leben steht im Vordergrund", betonte der Minister. "Wir tun alles, um Brücken zu bauen und Jobs zu sichern, wo immer es geht, etwa mit dem massiv erleichterten Zugang zur Kurzarbeit. Das hilft dabei, Millionen Arbeitsplätze zu sichern."

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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