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Osterode am Harz, 29. Januar 2015 - Nachdem sich bereits in der vergangenen Woche die Arbeitsgruppe “Infrastruktur“ getroffen hatte, fand in dieser Woche auf Initiative der Bürgermeister der in Clausthal-Zellerfeld erstmals ein Treffen mit Vertretern der regionalen Wirtschaft statt. Zu dieser Runde hatten Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk (Goslar) und Bürgermeister Klaus Becker (Osterode am Harz) eingeladen.

Wer keine Notbetreuung im Hort oder Großeltern in der Hinterhand hat und womöglich im Homeoffice arbeiten muss, für den bleibt das Familienleben eine tägliche Herausforderung.

Eltern brauchen Entlastung

Bei diesem Treffen informierten die Bürgermeister aus Goslar und Osterode am Harz die Vertreter der Wirtschaft über das Anliegen der Initiative, den Harz unabhängig von Länder-, Kreis- und Stadtgrenzen als Gesamtregion aufzustellen und damit zu stärken

In den einzelnen Arbeitsgruppen werden derzeit die Ziele und Aufgabenstellungen formuliert und für die nächste große Runde aller Beteiligten Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte Ende Februar in Sangerhausen erarbeitet. Diese Arbeitsgruppen bearbeiten die Themen Verkehrsinfrastruktur, Imagebildung, rechtliche Bedingungen und Bildung.

Einhellig sprachen sich die Vertreter der Wirtschaft aus den Landkreisen Nordhausen, Osterode am Harz, Goslar, Sangerhausen und Harzkreis für ein gemeinsames Vorgehen aus. Die Wirtschaft des Harzes ist bereits über die Kreis- und Ländergrenzen hinweg aktiv und sieht sich gerade daher als einen Motor dieser Initiative für einen gemeinsamen Harz. Vorteile brächte dies für alle Seiten. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass die Dachmarke „Harz“ besser vermarktet werden müsse. Neben dem Abbau von Bürokratien und der gemeinsamen Einwerbung von Fördermitteln ist ein gemeinsames Auftreten der Region Harz auch ein wirtschaftlicher Wettbewerbsvorteil. Ein starker Standort mit Strahlkraft ins Land, das ist das erklärte Ziel der Wirtschaft. Dieses Selbstbewusstsein gilt es zu formulieren, zu leben und damit beispielsweise im Bereich Fachkräfte und Verkehrswegeinfrastruktur gegen andere Regionen zu punkten.

Mit der Unterstützung aus Wirtschaft und Kommunen und dem gemeinsamen Auftreten aller drei Bundesländer können vor allem überregionale Projekte voran gebracht werden. Ein Diskussionsthema ist hier ein sogenannter „Harzring“, der die Verbesserung der verkehrlichen Anbindung des Harzes bringen soll. Bürgermeister Becker brachte da vor allem den Lückenschluss zwischen der B 243 n und der A 38 auf Thüringer Seite ins Gespräch, der im Bundesverkehrswegeplan einen hohen Stellenwert haben muss.

Die Kommunalpolitiker werden dieses Projekt „Harzring“ für das Treffen in Sangerhausen vorbereiten, um dann über die jeweiligen Ministerien aller drei Bundesländer einen gemeinsamen Zugang zum Bundesverkehrswegeplan zu erreichen.

Ein weiteres Treffen mit den Vertretern der regionalen Wirtschaft ist bereits im März geplant. Hier werden die ersten Schritte abgeglichen und weitere vereinbart.

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