Mittwoch, 30 Sep 2020
Katja Kipping
Katja Kipping Foto: Rosa Luxemburg-Stiftung / CC BY 2.0 (via Flickr)
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Linken-Chefin Katja Kipping hat sich für eine bundesweite Maskenpflicht auch in Schulen ausgesprochen und eine kostenlose Bereitstellung gefordert. Eine Maskenpflicht sei "grundsätzlich ein sinnvoller Vorschlag. Der aktuelle Flickenteppich an unterschiedlichen Regelungen sollte so bald wie möglich durch eine allgemeine Regelung harmonisiert werden", sagte Kipping der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Siemens München-Perlach
Foto: Rufus46 / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Neue Spielregeln

"Damit eine Maskenpflicht nicht zu einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit und auch nicht zu einer finanziellen Belastung wird, darf der Staat die Menschen, denen er die Maskenpflicht aufbürdet, aber nicht mit dem Problem der Beschaffung alleinlassen", sagte Kipping. "Es müssen also ausreichend Masken ausgeteilt werden."

Kipping reagierte auf die unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern, von denen mehrere das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes etwa in Bussen und Bahnen schon vorgeschrieben haben. Das Voranschreiten einzelner Länder sieht die Linken-Co-Vorsitzende kritisch. "Damit sichergestellt werden kann, dass zum Beginn der Maskenpflicht auch alle Masken zur Verfügung haben, ist ein entsprechender zeitlicher Vorlauf nötig", mahnte sie.

Aus Sicht der Linken-Chefin sollte die Maskenpflicht an all den Orten gelten, an denen eine Einhaltung des Mindestabstandes regelmäßig schwierig sei. "Dazu gehören Geschäfte, Busse und Bahnen, aber auch Haltestellen, Klassenzimmer und viele Arbeitsplätze", sagte Kipping der NOZ. "Es muss auch klar sein, dass die Durchsetzung der Maskenpflicht nicht zu einer Flut von Ordnungsgeldern führen darf. Ein einfacher Platzverweis für Menschen ohne Masken an den Orten, an denen die Maskenpflicht gilt, muss genügen."

Überdies müsse sichergestellt werden, dass bei der Austeilung der Masken kein Gedränge entstehe, das selbst wieder ein Infektionsrisiko darstelle, fügte Kipping hinzu. "Am besten wäre, wenn man sich zusätzlich zu Verteilungen an öffentlichen Plätzen die Masken per Online-Formular nach Hause bestellen könnte", sagte die Co-Parteivorsitzende. "Und für alle, die gut nähen können und wollen, kann ein entsprechendes Näh-Set angeboten werden und allen anderen die fertigen Masken."

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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