Samstag, 31 Okt 2020
Julia Klöckner
Julia Klöckner Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)
 1-2 Minuten Lesezeit  249 Worte im Text  vor 293 Tagen

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hält an ihrem Ziel fest, das millionenfache Vergasen männlicher Küken im kommenden Jahr zu beenden. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte die CDU-Politikerin: "Mit großer Anstrengung kann es uns gelingen, bis Ende 2021 aus dem Kükentöten auszusteigen. Deutschland wird dann weltweit das erste Land sein, das diese Praxis beendet." Am Montag trifft sich Klöckner in Berlin mit ihrem französischen Amtskollegen Didier Guillaume, um über das Thema zu sprechen. Beide Länder wollen beim Ausstieg zusammenarbeiten.

Mit dieser Hausse haben sich die Aktienmärkte jedoch mittlerweile völlig von der Realität losgelöst.
Foto: Alec Favale

Völlig losgelöst

Zuletzt hatte die deutsche Geflügelwirtschaft Zweifel geäußert, dass die umstrittene Praxis tatsächlich im kommenden Jahr beendet werden kann. Klöckner indes betonte: "Wir werden zeigen, dass Brütereien, die darauf verzichten, hier wirtschaftlich weiter bestehen können." Die Bundesregierung hatte Alternativen wie eine frühzeitige Geschlechtsbestimmung im Ei gefördert. Der Mehraufwand müsse den Unternehmen aber honoriert werden. "Auch der Verbraucher steht da in der Pflicht." Bislang werden jedes Jahr Millionen männliche Küken direkt nach dem Schlüpfen vergast, weil sich ihre Aufzucht nicht lohnt. Beim Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration übte Klöckner indes Kritik an der Wirtschaft: Landwirte seien bereit, auf schmerzfreie Alternativen bei der Aufzucht der männlichen Schweine zu setzen. Fleischverarbeiter und Handel würden aber behaupten, der Verbraucher würde dieses Fleisch nicht akzeptieren. "Das geht so nicht, alle tragen Verantwortung, nicht nur die Tierhaltung", sagte Klöckner. Sie betonte: "Wir werden in dieser Legislaturperiode definitiv die betäubungslose Kastration von Ferkeln beenden." Die Tiere werden bislang kurz nach der Geburt kastriert, weil das Fleisch einiger Eber einen unangenehmen Geruch beim Zubereiten entwickeln kann.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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