Norbert Lammert im Deutschen Bundestag
Norbert Lammert im Deutschen Bundestag Foto: Tobias Koch / CC BY-SA 3.0 de via Wikimedia
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Der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende seiner Partei, Wolfgang Kubicki, hat sich dafür ausgesprochen, dass Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck wird.

Mindestpreise wären allerdings "nur eine Art Schamgrenze, damit tierische Produkte nicht unterhalb der Produktionskosten der Landwirte verkauft werden".
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

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"Die Diskussionen laufen ja - von den Namen, die ich bisher gehört habe, wäre Bundestagspräsident Lammert derjenige, den ich auch persönlich unterstützen würde", sagte Kubicki im Sommerinterview mit NDR 1 Welle Nord.

Norbert Lammert habe große Fähigkeiten, Menschen zu überzeugen. In krisenhaften Situationen sehnten sich die Menschen nach Persönlichkeiten, die allein mit ihrer Rede Vertrauen gewinnen könnten. Kubicki rechnet offenbar damit, dass sich die Parteien auf einen Kompromiss verständigen werden. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Bundespräsidenten mit knapper Mehrheit geben wird", sagte er. Zugleich würdigte der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende die Leistungen vom Amtsinhaber: "Gauck war eine Idealbesetzung!". Der neue Bundespräsident wird am 12. Februar 2017 von der Bundesversammlung gewählt.

Im bevorstehenden Landtagswahlkampf will die FDP u. a. auf das Thema Bildung setzen. Gymnasien sollen erneut die Wahl bekommen, ob sie das Abitur nach 8 oder 9 Jahren anbieten. Ein Modell, das bundesweit von vielen Ländern angeboten wird und die bessere, individuelle Förderung der Schüler ermöglicht, meint Kubicki.

Wolfgang Kubicki sieht die größten Schnittmengen für eine Koalition nach der Landtagswahl mit der CDU. Er erneuerte aber seine Kritik am Spitzenkandidaten der Union Ingbert Liebing: "Das Problem ist sein mangelnder Bekanntheitsgrad und seine mangelnde Verankerung im Lande selbst. Das merkt man auch an vielen öffentlichen Äußerungen.". Die CDU wäre nach Meinung von Wolfgang Kubicki besser aufgestellt, wenn sie mit Fraktionschef Daniel Günther in den Wahlkampf ziehen würde. Dieser sei an seiner Aufgabe als Oppositionsführer gewachsen. "Er hält brillante Reden. Er antwortet dem Ministerpräsidenten auf Augenhöhe... je stärker Daniel Günther wird, desto größer wird die Distanz zu Ingbert Liebing werden", ist Kubicki überzeugt.

Ein Video des Interviews finden Sie auf ndr.de/sh.



Quelle: NDR 1 Welle Nord


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