Sonntag, 17 Jan 2021
Kevin Kühnert
Kevin Kühnert Foto: INSM / CC BY-ND 2.0 (via Flickr)
 1 Minute Lesezeit  182 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Angesicht großer gesellschaftlicher Probleme wie Klimawandel, Altersarmut und Pflegenotstand fordert der Vizechef der SPD und Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert eine Rückbesinnung auf die Gemeinschaft. "Das Kollektive muss wieder stärker in den Vordergrund gerückt werden, wenn wir nicht eine Gewinner- und Verlierergesellschaft produzieren wollen", sagte Kühnert gegenüber "nd.DieWoche, der Wochenendausgabe des Zeitung "neues deutschland".

Der sonst so nüchternen Kanzlerin war der Kragen geplatzt wegen der Sturköpfigkeit manch eines Landesoberhaupts.
Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Pandemie-Regeln: Mehr Einheitlichkeit ist gefragt

Es gebe gesellschaftliche Entwicklungen, an denen sichtbar werde, warum Hyperindividualisierung die Probleme unserer Gesellschaft nicht wird lösen können. "Insofern glaube ich, gibt es ein Potenzial für eine Gegenbewegung", so Kühnert. Die politische Linke müsse gleichzeitig der Vereinzelung der Gesellschaft insoweit Rechnung tragen, dass sie eine gewisse Ausdifferenzierung zulässt. Darum widerspricht er Forderungen aus seiner Partei, über eine Fusion mit der Linkspartei nachzudenken. "Wenn man der politischen Konkurrenz einen Gefallen tun will, führt man eine Fusionsdiskussion zu SPD und LINKE", so Kühnert.

Zu Meidenkommentaren, Kühnert sei beim SPD-Basisentscheid über die neue Parteiführung ein Königsmacher gewesen, sagte er: "Mich nerven solche Zuschreibungen. Sie stehen für eine Vereinfachung von Politik." Bei der Wahl zum neuen SPD-Vorsitz hätten Einzelpersonen so wenig Einfluss wie nie zuvor gehabt.



Quelle: ots/neues deutschland
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