Martin Schulz
Martin Schulz Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0de via Wikimedia
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Die Schulzomanie reicht nicht bis ins Saarland, jedenfalls nicht, was das Wahlergebnis vom Sonntag angeht. Die klare Botschaft lautet: Die Wähler wollen die Fortsetzung der Großen Koalition.

Bierhaus Urbaneck, Berlin-Kreuzberg
Foto: onnola / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)

Bis zu einem Drittel der Geschäfte wird die Corona-Pandemie nicht überleben

Die Warnungen der an der Saar beliebten Ministerpräsidentin verfingen: Wer Annette Kramp-Karrenbauer weiter auf dem Regierungssessel sehen wollte, musste ihrer Partei die Stimme geben. Die damit gleichzeitig verbundene Warnung vor einer rot-roten Konstellation mag in dem wertkonservativen Land ebenfalls eine Rolle gespielt haben.

Nun werden die einen schnell von der Spezifik der Landtagswahl im Allgemeinen und der saarländischen im Besonderen reden, um voreiligen Schlüssen auf die Wahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sowie auf die bevorstehende Bundestagswahl vorzubeugen. Und die anderen werden die Gelegenheit ergreifen, um den Siegeszug der SPD insgesamt in Frage zu stellen. Daran, ob Letzteres sich bestätigt, wird sich zumindest zeigen, wie groß die bundespolitische Bedeutung der Saar-Wahl tatsächlich ist.

Eine Zeitenwende für das Regieren im Westen geht von diesem Wochenende nicht aus. Die Große Koalition wird ihre Arbeit fortsetzen. Auch die SPD-Spitzenkandidatin wird damit leben können. Und selbst wenn die LINKE angesichts der nun verronnenen Regierungs- und Koalitionschance ihren erneut achtbaren Erfolg als Niederlage empfindet - wer weiß, welche Wählerenttäuschung der LINKEN erspart bleibt. Das Saarland ist ein armes Land, und zu verteilen gibt es nichts.



Quelle: ots/neues deutschland


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