Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen
Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen Foto: DIE LINKE Brandenburg / CC BY 2.0 via Wikipedia
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Fast jeden zweiten Tag hat es im vergangenen Jahr in Deutschland einen Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft gegeben. Der Trend ist nach vorläufigen Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) aber weiter rückläufig, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung".

Mit dieser Hausse haben sich die Aktienmärkte jedoch mittlerweile völlig von der Realität losgelöst.
Foto: Alec Favale

Völlig losgelöst

Demnach verzeichnete das BKA bis Anfang Dezember 2018 bundesweit 143 Straftaten gegen Asylunterkünfte (Stand: 3. Dezember). Rein statistisch war das im Schnitt alle 2,3 Tage ein Angriff. Gegenüber 2017, als noch 312 Straftaten gegen Asylunterkünfte registriert wurden, könnte sich die Zahl für das Gesamtjahr in etwa halbiert haben. Die endgültigen Daten für 2018 will das Bundeskriminalamt erst Anfang April vorlegen.

Der Trend zeigt schon seit längerem deutlich nach unten, die Lage hat sich entspannt. Als ein Grund dafür gilt, dass weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen und deshalb viele Notunterkünfte geschlossen wurden. Seit Jahren gehen die Zahlen zurück: Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise erreichten die Angriffe 2015 den Höchststand mit 1031 Attacken. 2016 waren es dann noch 995 Übergriffe, 2017 nur noch 312. Inzwischen dürfte das Niveau von vor der Flüchtlingskrise wieder erreicht worden sein (2014: 199 Straftaten gegen Flüchtlingsheime).

Hinter fast allen Taten stecken Rechtsradikale. In 2018 waren rechtsextreme Täter für 140 der 143 gemeldeten Übergriffe verantwortlich. In den meisten Fällen handelte es sich um Propagandadelikte wie Schmierereien (46) und Sachbeschädigungen (44). Es kam aber auch zu Gewaltdelikten und Volksverhetzung.

Bei den Daten handelt es sich um vorläufige Zahlen, in der Regel gibt es noch eine Reihe von Nachmeldungen. Das BKA hat die Erfassung dieser Straftaten im Dezember umgestellt und bereitet die Zahlen nun nur noch quartalsweise auf.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung


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