Foto: Saeed Taji Farouky
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Der Amnesty-Filmpreis auf der diesjährigen Berlinale geht an "Tell spring not to come this year" (Großbritannien, 2015). Die beiden Filmemacher Saeed Taji Farouky und Michael McEvoy begleiten Soldaten der Afghanischen Nationalarmee, die nach dem Abzug der NATO-Truppen aus Afghanistan die Kontrolle in der Provinz Helmand übernehmen, die als extrem gefährlich gilt. Der Dokumentarfilm lief in der Sektion Panorama des Festivals.

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Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

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"Tell spring not to come this year' zeigt ein Land, in dem der Krieg normaler ist als der Frieden. Mit kraftvollen Bildern und einer mutigen Kamera werden wir Teil der jungen afghanischen Armee, die heute auf sich allein gestellt ist," begründen Schauspielerin Sibel Kekilli, Regisseur Marcus Vetter und Markus Beeko von Amnesty International ihre Entscheidung.

"Der Film zeigt Männer, die sich aus Armut aber vor allem auch aus Liebe zu ihrem Vaterland und dem Wunsch, ihr Volk zu schützen, einem aussichtslos scheinenden Kampf stellen. Zwischen der kriegsmüden Bevölkerung und den Taliban befinden sie sich in einer Situation, in der jeder ihr potentieller Feind sein kann. Dank des mutigen Filmteams erleben wir einen verstörenden, aber zutiefst menschlichen Film," so die Jury.

Der Amnesty International Filmpreis wurde im Rahmen der Preisverleihung der unabhängigen Jurys der Berlinale 2015 zum elften Mal verliehen. Er ist mit 5.000 Euro dotiert. Bisherige Preisträger waren unter anderem: "Al midan" von Jehane Noujaim (2014), "The Rocket" von Kim Mordaunt (2013), "Just the Wind" von Bence Fliegauf (2012), "Barzakh" von Mantas Kvedaravicius (2011), "Son of Babylon" von Mohammed Al-Daradji, "Wasteland" von Lucy Walker (beide 2010) und "Sturm" von Hans-Christian Schmid (2009).

Quelle: Amnesty International - Sektion der Bundesrepublik Deutschland


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