Schriftzug im Tor des KZ Buchenwald
Schriftzug im Tor des KZ Buchenwald Foto: kenny. / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)
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Nachdem drei Schüler aus Hessen nach einem Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald antisemitische Lieder abgespielt haben sollen, fordert der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung eine Meldepflicht für Schulen.

Die Schulen benötigen die Zeit, um sich auf eine neue Art des Unterrichts einzustellen.
Foto: Andy Falconer

Schulen benötigen Zeit für das neue Lernen

Gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärte Felix Klein: "Ich setze mich für die Einführung einer generellen Meldepflicht für antisemitische Vorfälle in der Schule ein, wie es sie derzeit bereits in Berlin und Baden-Württemberg gibt." Klein begründete, dass es für eine Schule dann keine offenen Fragen gebe, "dann muss sie solche Vorfälle anzeigen und dem nachgehen."

Der Beauftragte für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus befürwortete den Schritt der Schule aus dem hessischen Grünberg, den Vorfall der Polizei zu melden. "Herabwürdigung und Beleidigung von Juden werden in Deutschland nicht geduldet - ich wünsche mir, dass die Jugendlichen diese Lektion aus der konsequenten Reaktion der Schule gelernt haben."

Klein forderte, gegen jede Art von Antisemitismus entschieden vorzugehen, auch in einem geschützten Raum wie der Schule. "Aus meiner Sicht zeigt dieser Fall, wie sich die Verrohung unserer Gesellschaft auf den Anstieg von Antisemitismus auswirken kann."



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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