Foto: Insa Thiele-Eich / (via Facebook)
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Insa Thiele-Eich hat Beileidsbekundungen erhalten, als sie ihr Umfeld über ihre dritte Schwangerschaft informiert hat. "Eine Person war begeistert, der Rest betroffen bis tief bestürzt", sagt die Astronautin im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Ein Großteil ihres Umfelds sei davon ausgegangen, dass ihre Teilnahme an der privaten Initiative "Die Astronautin" mit der Schwangerschaft beendet ist.

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Die 35-jährige Thiele-Eich ist eine von zwei Kandidatinnen, die im kommenden Jahr als erste deutsche Frau ins All fliegen soll. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine der beiden Frauen im Jahr 2020 zur Internationalen Raumstation abheben wird, bezifferte die Meteorologin und mittlerweile dreifache Mutter auf 99 Prozent. Zu ihren persönlichen Chancen habe sie aktuell keine Meinung. "Das ist auch irrelevant", urteilte Thiele-Eich. "Nach der ersten Mission soll es eine zweite und dritte geben. Denn es wäre einfach zu kurzsichtig gedacht, nach dem Flug einer deutschen Quotenfrau aufzuhören." Am liebsten würde Thiele-Eich von amerikanischem Boden aus ins All starten. "Da ich selbst im texanischen Houston in der dortigen Raumfahrtgemeinde großgeworden bin, wäre ich sehr glücklich, wenn ich mich mit meiner Familie dort vorbereiten könnte", sagt sie im Hinblick auf den Fakt, dass schon ihr Vater Gerhard Thiele Astronaut war und elf Tage an Bord des US-Spaceshuttles "Endeavor" im All verbracht hat. "Das Training im vergangenen Jahr in Houston hat mich auch emotional berührt. Dort habe ich als Kind fünf Jahre gelebt. Meine Eltern, meine Geschwister, wir alle sind da noch sehr zu Hause." Ein Vorbild sei ihr Vater jedoch nicht. "Mein Papa ist mein Papa", sagte die 35-jährige. Vorbilder seien eher die Nasa-Astronautinnen, die auch Mütter sind: Heidi Piper und Laura Clark. Gleichwohl sei ihr Vater nicht ganz unschuldig an Thiele-Eichs Karriere: Der Wunsch, Astronautin zu werden, begründe sich maßgeblich mit dem Training und dem Alltag der Astronauten. "Mein Vater hatte Spaß bei der Arbeit." Es sei Bestandteil seines Alltags gewesen, Sport zu machen. Fliegen zu gehen, tauchen zu gehen. Sich in fremde Wissenschaftsgebiete einzuarbeiten, eine neue Sprache zu lernen. "Das fand ich total toll und faszinierend", erinnert sich Thiele-Eich. "Außerdem möchte ich herausfinden, wo meine Grenzen sind. Das mache ich schon mein ganzes Leben so. Und da ist das Weltall ein ideales Ziel."



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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