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In der Berateraffäre der Deutschen Bahn sind weitere Ungereimtheiten zutage getreten. Das geht aus dem Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) hervor, der der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) vorliegt.

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Danach gibt es im Zusammenhang mit einem Beratervertrag in Höhe von 300.000 Euro für den früheren Bahnvorstand Ulrich Homburg unterschiedliche Auffassungen darüber, ob der damalige Aufsichtsratschef der Bahn über den genehmigungspflichtigen Vertrag informiert war. Homburg berichtete, der damalige Bahnchef Rüdiger Grube hätte Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht informiert. Felcht hingegen verneinte das und erklärte, er hätte den Vertrag bei genauer Kenntnis aus Compliance-Gründen niemals gebilligt. "Mir war sofort klar, dass dieser Vorgang mit Herrn Homburg nicht ordnungsgemäß gelaufen sein konnte", sagte der frühere Aufsichtsratschef laut Protokoll bei der Befragung durch die EY-Wirtschaftsprüfer.

Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL kritisierte die Vergabepraxis bei den insgesamt 60 Beraterverträgen an viele frühere Bahn-Manager scharf. "Hier ist ein Selbstbedienungsladen entstanden, gezielt an allen Kontrollorganen der Bahn vorbei."

Ungewöhnlich ist auch, dass die Wirtschaftsprüfer in ihrer 432-seitigen Analyse nicht ausschließen wollen, dass sie "bei Kenntnis weiterer Informationen und Dokumente zu einem anderen Ergebnis gekommen wären". Alle Resultate hätten die EY-Experten nur auf Grundlage der übergebenen Dokumente gewonnen. Tiefer soll deshalb der Prüfbericht des Bundesrechnungshofs zu den Beraterverträgen gehen. Der wird aber erst in einigen Monaten erwartet. Der Bundestagsabgeordnete und Bahn-Experte Christian Jung (FDP) empfiehlt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), die Bedenken des Bundesrechnungshofs ernster zu nehmen. "Scheuer sollte lieber auf die Kontrolleure des Bundes hören als auf seinen Bahnvorstand, der in dieser Zusammensetzung so bald nicht mehr besteht."



Quelle: ots/Rheinische Post
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