Foto: Michael Schwarzenberger / CC0 via Pixabay
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Katastrophen, Großunfälle und Unglücke stellen für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten oder Polizei besondere Herausforderungen dar. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die Einsatzkräfte und fördert die Erforschung neuer Technologien, die den Schutz und die Rettung von Menschen erleichtern.

Europa muss auch sicherheitspolitisch einen Mehrwert produziert. Dies ist eine der großen Zukunftsaufgaben.

Akut einsturzgefährdet

Zwölf neue Projekte werden vom BMBF gefördert Im Fokus stehen dabei beispielsweise neue Möglichkeiten für die Lageaufklärung auf dem Boden, zu Wasser und in der Luft. So sollen unbemannte Flugsysteme künftig dabei helfen, dass sich Einsatzkräfte in unübersichtlichem Terrain schnell einen Überblick verschaffen können, beispielsweise um in Seenot geratene Menschen zu retten oder Verschüttete zu bergen. Unter Wasser sollen Roboter Öle und Gifte aufspüren, um schnell eine Gefährdung für Leben und Umwelt entgegenwirken zu können. Ein Nachrüstsystem, mit dem sich konventionelle Bau- und Arbeitsfahrzeuge zu teilautonomen Geräten für den Katastrophenschutz umbauen lassen, wird ebenso entwickelt wie innovative Schutzkleidung für Einsatzkräfte oder neue Messtechnik, um Brände schneller zu erkennen.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka sagte: "Technisch fortschrittliche Schutz- und Sicherheitssysteme können für die Arbeit von Rettungskräften lebenswichtig sein. Eine moderne Ausstattung hilft ihnen dabei, Leben zu retten. Entwicklungen bei Werkstoffen, Sensorik, Robotik und Digitalisierung ermöglichen Innovationen, die noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen wären. Diese Chancen wollen wir nutzbar machen, um die Retter bei ihrer anspruchsvollen Arbeit zu unterstützen." Das BMBF fördert daher innovative Rettungs- und Sicherheitssysteme mit 18 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren.

In den neuen Projekten erforschen die Partner flexible und praxistaugliche Systeme. Diese müssen robust ausgelegt werden, leicht handzuhaben sein und sich in die Arbeitsabläufe der Retter integrieren lassen. Anhand von realitätsnahen Szenarien arbeiten deshalb Projektpartner aus Wissenschaft, Industrie und Anwenderkreisen gemeinsam an Lösungen für komplexe Herausforderungen.

Die neuen Projekte sind Teil des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit". Die Bundesregierung fördert damit die Entwicklung wirksamer Werkzeuge und Konzepte für Rettungs- und Sicherheitskräfte. Daraus sind bereits viele Lösungen hervorgegangen wie beispielsweise eine mobile Plattform für Bodenroboter und unbemannte Fluggeräte, die mit Sensoren bei Großbränden Gefahrstoffe aufspüren, ohne dass sich Rettungskräfte in Gefahr begeben müssen. Oder ein Fernerkundungssystem, das Gefahrstoffwolken aus mehreren Kilometern Entfernung identifizieren kann. Der weiterentwickelte Hyperspektralsensor ist inzwischen auf dem Markt und kann u.a. dabei helfen, die Quelle der Freisetzung von gefährlichen Chemikalien zu ermitteln.



Quelle: BMBF


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