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Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen Ausweitung der Braunkohle-Förderung.

Die Bundesbürger stehen der Braunkohle-Förderung ablehnend gegenüber. Neue Tagebaue, wie sie derzeit in Garzweiler und in der Lausitz geplant sind, lehnen zwei Drittel (66 Prozent) der Befragten ab. Fast jeder Fünfte (18 Prozent) fordert eine sofortige Stilllegung aller Tagebaue und Braunkohle-Kraftwerke. Lediglich 17 Prozent befürworten neue Abbaugebiete. Dies geht aus einer repräsentativen YouGov-Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern im Auftrag der Energiewende-Partner WWF und LichtBlick hervor.

Angesichts des anstehenden Verkaufs von Vattenfalls ostdeutscher Braunkohlesparte fordern WWF und LichtBlick einen Verzicht auf neue Abbaugebiete, wie sie derzeit in Brandenburg und Sachsen geplant sind. Beide Partner bewerten das von Bundeswirtschaftsminister Gabriel geplante Klimaschutz-Instrument für alte, besonders schmutzige Kohle-Kraftwerke als einen ersten Schritt in die richtige Richtung.

"Braunkohle ist der Klimakiller Nummer eins. Jeder neue Tagebau entwurzelt nicht nur ganze Dörfer, sondern behindert die Energiewende in Deutschland“, so Gero Lücking, Geschäftsführung Energiewirtschaft von LichtBlick. "Nicht Kohle, sondern Sonne und Wind sichern unsere Zukunft.“

"Braunkohle hat bisher nichts zu den schon erreichten Emissionsminderungen beigetragen. Es ist höchste Zeit dies zu verändern. Nur so kann Deutschland seine selbst gesteckten Klimaschutzziele erreichen und die Energiewirtschaft wird beschleunigt modernisiert. Das vorgelegte Instrument ist die unterste Grenze der notwendigen Klimaanstrengung“, sagt Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik des WWF Deutschland.

Die Skepsis der Deutschen wendet sich nach der Umfrage auch gegen Kohlemeiler insgesamt. Danach befürworten 67 Prozent das Auslaufen der Kohleverstromung. 19 Prozent der Befragten sprechen sich sogar für eine zügige Abschaltung aller Kohlekraftwerke aus. 48 Prozent wollen im ersten Schritt nur die am stärksten umweltbelastenden Anlagen vom Netz nehmen.



Quelle: WWF


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