Mittwoch, 20 Jan 2021
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Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Martin Burkert (SPD), hat den designierten Bahnchef Richard Lutz zu einer klaren Haltung aufgefordert.

Eine von den Arbeitgeberverbänden eingesetzte Kommission zur Zukunft der Sozialversicherung hatte zuvor betont, nur mit konsequenten Reformen und teils unbequemen Maßnahmen könne erreicht werden.
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Höheres Renteneintrittsalter völlig inakzeptabel

Qualität und Pünktlichkeit stünden an oberster Stelle für den Kunden, auch bei der Mitarbeiterzufriedenheit liege noch einiges im Argen, sagte Burkert am Mittwoch dem rbb-Inforadio. Wichtig sei aber noch etwas anderes: "Ich hoffe sehr, dass er Haltung gegenüber der Politik und dem Eigentümer zeigt."

Dabei gehe es vor allem um die Rahmenbedingungen für den Güterverkehr. "Wir brauchen günstigere Trassenpreise, das würde sich sofort auf das Unternehmen niederschlagen." Es brauche Änderungen bei der Mehrwertsteuer, der Stromsteuer, also Belastungen, die andere Verkehrsträger nicht hätten, so Burkert.

Es seien immer weniger Güter auf der Schiene. Da müsse der neue Bahnchef ansetzen - auch personell. "Wenn man weiß, dass man in den letzten neun Jahren 22 Vorstände für den Güterverkehr hatte, dann fragt sich der geneigte Außenstehende, kann das gut gehen. Und es ist nicht gut gegangen."

Burkert traut der Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Sigrid Nikutta, zu, den Vorstandsposten für den Güterverkehr einzunehmen. Diese Entscheidung müsse Richard Lutz fällen.

Dessen Doppelrolle als Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand sieht Burkert kritisch. "Einen solchen 'Super-Bahnvorstand' halte ich nicht für zielführend, das muss ich ganz deutlich sagen. Herr Lutz muss investieren, er braucht Innovation, da kann man nicht immer auf jeden Euro schauen. Deshalb würde ich die beiden Ämter trennen."



Quelle: ots/rbb


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