Hillary Clinton und Barack Obama
Hillary Clinton und Barack Obama Foto: Marc Nozell / CC BY 2.0 via Flickr
 1-2 Minuten Lesezeit  392 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Für Barack Obama geht es um das politische Erbe, für Hillary Clinton um die Macht. Beide eint das Interesse, dem National-Chauvinisten Donald Trump den Weg ins Weiße Haus zu verbauen. Das macht aus den Gegnern der Vorwahlen von 2008 heute die besten Freunde.

Das große Problem ist nach den Worten von Weiß, dass der Rentenversicherung Aufgaben aufgebürdet werden sollen, "die eigentlich eher Aufgaben der Finanzämter sind.
Foto: Andreas Lischka

Union mahnt zu Transparenz im Streit um Grundrente: Wir müssen ehrlich sein

Obama kann bei den Demokraten wie kein anderer die Koalition aus besser Gebildeten, Minderheiten, Frauen und jungen Wählern wieder zusammenbringen, die jetzt zwischen Clinton und Bernie Sanders aufgesplittert ist. Der Präsident genießt Respekt in beiden Lagern. Das erlaubt ihm, vor dem Parteitag in Philadelphia Brücken zu schlagen.

Auch im Herbst könnte Obama zu Hillarys bestem Helfer werden. Mit Zustimmungswerten um die 50-Prozent-Marke bleibt er einer der populärsten Politiker in einem ansonsten tief gespaltenen Land. Ganz anders als Clinton und Trump, die in einem Unbeliebtheits-Wettbewerb stehen.

Die designierte Präsidentschaftskandidatin hofft, das positive Image des Amtsinhaber werde im Wahlkampf auf sie abfärben. Zunächst liegt es aber an dem unterlegenen Bernie Sanders, das Kriegsbeil zu begraben. Obama hat den Senator aus Vermont bei einem Empfang im Weißen Haus dazu motiviert. Die geplante Begegnung mit Clinton lässt hoffen.

Seine Drohung, die Krönungsfeier auf dem Parteitag Ende Juli zu vermasseln, hat der Linkspolitiker jedenfalls nicht wiederholt. Sie dürfte ohnehin eher Teil des Machtpokers gewesen sein, mit dem der unterlegene Kandidat versucht, Clinton Zugeständnisse abzuringen. Als Realpolitiker kommt Sanders an den Fakten nicht vorbei. Er versteht, dass seine Konkurrentin sich bei den Vorwahlen durchgesetzt hat. Hillary Clinton holte die Mehrheit der Delegierten, führt bei den Superdelegierten, siegte in der Mehrzahl der Bundesstaaten und hat auch bei den absolut abgegebenen Stimmen die Nase vorn.

Dass er sich der Ex-Außenministerin nicht gleich vor die Füße wirft, macht dennoch Sinn und kann der Siegerin sogar helfen. Indem er für Änderungen im Wahlprogramm und bei den Personalien kämpft, bewahrt er in den Augen seiner Anhänger seine Glaubwürdigkeit. Damit verbessern sich die Chancen, dass diese ihm folgen werden, wenn er am Ende Clinton unterstützt.

Alles andere wäre ein Desaster für die Demokraten, die schnell zur Einheit zurückfinden müssen, um Donald Trump im November zu schlagen. Zumal es töricht wäre, die Chancen des fleischgewordenen Mittelfingers der Wutbürger ein weiteres Mal zu unterschätzen. Sanders sollte sich daran erinnern, wie die Siegerin vor acht Jahren unter umgekehrten Vorzeichen ein Beispiel setzte. Ihr Verhältnis zu Obama zeigt, wie aus Rivalen von einst Verbündete werden können.



Quelle: ots/Westfalen-Blatt


#mehrNachrichten
Deutschland hat sich bei den Militärausgaben auf den siebten Platz in der Welt hochgekämpft - und ist stolz darauf.
Foto: Stephen Leonardi

Ernstfall: Wettrüsten der Großmächte

Von wegen Krise: Der Rüstungswettlauf hat trotz Pandemie Konjunktur, die weltweiten Ausgaben haben bereits wieder eine Höhe wie im ersten Kalten Krieg erreicht. Parallel dazu herrscht zwischen den...
Einer möglichen Ampelkoalition aus Grünen, SPD und FDP steht Lindner skeptisch gegenüber.
Foto: INSM / CC BY-ND 2.0 (via Flickr)

Lindner setzt auf "Modernisierungskoalition" mit seiner FDP

FDP-Chef Christian Lindner sieht nach der Kür der Kanzlerkandidaten von Grünen und Union gute Chancen für seine Partei, in einer nächsten Bundesregierung mitzuregieren. "Armin Laschet haben wir als...
Bislang verfestigen die jüngsten Konjunkturindikatoren das Bild einer zweigeteilten deutschen Wirtschaft.
Foto: Cameron Venti

Achterbahn Konjunktur

Bergauf, bergab, dann geht es in die eine Richtung, gefolgt von der Kurve in die entgegengesetzte. Einer solchen Achterbahnfahrt gleicht die Konjunkturbetrachtung, seit sich das Coronavirus von...
Es brauche nun "klare Kriterien dafür, wann für wen die Freiheit zurückkehren kann", betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende.
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Mützenich attackiert Baerbock, will Freiheit für Geimpfte und das Zwei-Prozent-Ziel der Nato muss weg

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat eine rasche Aufhebung der Corona-Beschränkungen für Geimpfte gefordert. "Das muss zügig kommen, denn wir sollten uns die Entscheidung darüber nicht von den...
Laut einem ARD-Bericht wird Amazon-Mitarbeitern verwehrt, sich mit einer FFP2-Maske zu schützen.
Foto: Medien-gbr / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Grenzenlose Profitgier

Der DGB drängt darauf, die Gesundheit von Arbeitnehmern besser zu schützen, und nimmt dabei den Versandhändler Amazon ins Visier. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell sagte der "Neuen Osnabrücker...
Back To Top