#zeitfokus.

Montag, 30 Mär 2020
Corona
Corona Foto: Paul Birman / CC0 (via Pixabay)
 2-3 Minuten Lesezeit  575 Worte im Text  vor 29 Tagen
Corona. Liebe Leserin, lieber Leser, sind Sie jung, halbwegs fit und haben keine schlimmen chronischen Krankheiten? Dann können Sie trotz der vielen Schlagzeilen rund um das Coronavirus ziemlich entspannt sein. Eine Coronainfektion würde für Sie wohl kaum schlimmer sein als ein Schnupfen. Sie würden mit einiger Wahrscheinlichkeit zu jenen 80 Prozent der Infizierten zählen, die nach den bisher bekannten Statistiken genesen, ohne überhaupt richtig krank zu werden. Falls Sie kleine Kinder haben, würden auch die eine Infektion höchstwahrscheinlich locker wegstecken. Auch das legen die aktuell verfügbaren Statistiken nahe. Eine Garantie dafür, auf jeden Fall mit heiler Haut davonzukommen, bedeutet das allerdings auch wieder nicht. Sind Sie aber nicht mehr ganz so jung, haben Sie vielleicht eine schwerere Krankheit durchgemacht oder sind Sie ohnehin angeschlagen? Dann sollten Sie besser alles daran setzen, keine Coronainfektion zu bekommen. Denn die könnte bei Ihnen wirklich unangenehm verlaufen. Bei etwa 15 Prozent der Betroffenen, zumeist solchen im fortgeschrittenen Rentenalter oder solchen mit Vorerkrankungen, registrieren die Ärzte schwere und bisweilen lebensbedrohliche Krankheitsverläufe. Das heißt andererseits aber auch nicht, dass jede Infektion bei einer Risikoperson schlimme Folgen haben muss. Was die Sache noch komplizierter macht: Die Jungen und die Alten, die Fitten und die weniger Fitten, die mit geringem und die mit erhöhtem Risiko, wohnen Tür an Tür, fahren zusammen im Bus und stehen gemeinsam in der Schlange vor der Supermarktkasse. Was der eine leicht wegstecken kann, kann für den anderen wirklich bedrückend werden. Für eine Person mit erhöhtem Risiko kann es durchaus sinnvoll sein, einen größeren Vorrat an Lebensmitteln auf einmal einzukaufen, um möglichst selten in der Supermarkt gehen zu müssen, wo sich vielleicht Virusträger befinden. Das funktioniert aber nicht, wenn andere die Regale schon leergekauft haben. Und das vielleicht nur deshalb, weil der Nachbar, der Arbeitskollege, die beste Freundin auch Vorräte angelegt haben. Man weiß ja nie... Das ist dann schon Hysterie, und die ist immer ein schlechter Ratgeber. Das Coronavirus ist hochinfektiös, es verbreitet sich schnell, aber es ist weder Ebola noch die Spanische Grippe. Es wird nicht von heute auf morgen tausende Todesfälle in Deutschland verursachen. Es ist für die große Mehrheit der Bevölkerung eher lästig als gefährlich. Es werden auch nicht Millionen Deutsche fiebernd im Krankenbett liegen. Das öffentliche Leben, die Lebensmittelversorgung, Strom- und Wasserleitungen - all das wird vielleicht verlangsamt, jedoch nicht zum Erliegen kommen. Zugleich stellt das Virus für einen nicht ganz kleinen Teil der Bevölkerung offenbar eben doch eine wirkliche Gefahr dar. Nehmen wir die Situation also so ernst wie nötig und so gelassen wie angemessen. Schützen wir diejenigen, die Schutz nötig haben. Indem wir uns so verhalten, dass wir das Coronavirus und möglichst auch alle anderen Erreger nicht leichtfertig verbreiten. Häufigeres Händewaschen ist zumutbar. Und sein Gegenüber nicht anzuhusten, sollte ja ohnehin selbstverständlich sein. Helfen wir den wirklich Kranken, wenn es die demnächst tatsächlich in größerer Zahl geben sollte, indem wir uns solidarisch verhalten. Zum Arzt gehen sollte nur, wer wirklich krank ist. Leichtes Fieber lässt sich auch zu Hause auskurieren. Und Arbeitgeber sind gut beraten, nicht als erstes nach einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu rufen, wenn ein Mitarbeiter Husten oder Halsweh hat. Klar, es könnte ja auch nur eine ganz banale Erkältung sein. Aber auch die ist ansteckend. Und die ganz normale Grippesaison ist ja auch noch nicht beendet. Grippe plus Corona plus Hysterie: Diese Kombination könnte das ja eigentlich ja ganz gut gerüstete Gesundheitswesen tatsächlich schwindelig machen. Wünschen wir uns allen also einen kühlen Kopf. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Quelle: ots/Westfalen-Blatt

Liebe Leserin, lieber Leser, sind Sie jung, halbwegs fit und haben keine schlimmen chronischen Krankheiten? Dann können Sie trotz der vielen Schlagzeilen rund um das Coronavirus ziemlich entspannt sein. Eine Coronainfektion würde für Sie wohl kaum schlimmer sein als ein Schnupfen. Sie würden mit einiger Wahrscheinlichkeit zu jenen 80 Prozent der Infizierten zählen, die nach den bisher bekannten Statistiken genesen, ohne überhaupt richtig krank zu werden.

Anton Hofreiter
Foto: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen / CC BY 2.0 (via Wikimedia Commons)

Grüne werfen Bundeswirtschaftsminister "mutwillige Zerstörung" der Windkraft vor

Falls Sie kleine Kinder haben, würden auch die eine Infektion höchstwahrscheinlich locker wegstecken. Auch das legen die aktuell verfügbaren Statistiken nahe. Eine Garantie dafür, auf jeden Fall mit heiler Haut davonzukommen, bedeutet das allerdings auch wieder nicht.

Sind Sie aber nicht mehr ganz so jung, haben Sie vielleicht eine schwerere Krankheit durchgemacht oder sind Sie ohnehin angeschlagen? Dann sollten Sie besser alles daran setzen, keine Coronainfektion zu bekommen. Denn die könnte bei Ihnen wirklich unangenehm verlaufen. Bei etwa 15 Prozent der Betroffenen, zumeist solchen im fortgeschrittenen Rentenalter oder solchen mit Vorerkrankungen, registrieren die Ärzte schwere und bisweilen lebensbedrohliche Krankheitsverläufe. Das heißt andererseits aber auch nicht, dass jede Infektion bei einer Risikoperson schlimme Folgen haben muss.

Was die Sache noch komplizierter macht: Die Jungen und die Alten, die Fitten und die weniger Fitten, die mit geringem und die mit erhöhtem Risiko, wohnen Tür an Tür, fahren zusammen im Bus und stehen gemeinsam in der Schlange vor der Supermarktkasse. Was der eine leicht wegstecken kann, kann für den anderen wirklich bedrückend werden.

Für eine Person mit erhöhtem Risiko kann es durchaus sinnvoll sein, einen größeren Vorrat an Lebensmitteln auf einmal einzukaufen, um möglichst selten in der Supermarkt gehen zu müssen, wo sich vielleicht Virusträger befinden. Das funktioniert aber nicht, wenn andere die Regale schon leergekauft haben. Und das vielleicht nur deshalb, weil der Nachbar, der Arbeitskollege, die beste Freundin auch Vorräte angelegt haben. Man weiß ja nie... Das ist dann schon Hysterie, und die ist immer ein schlechter Ratgeber. Das Coronavirus ist hochinfektiös, es verbreitet sich schnell, aber es ist weder Ebola noch die Spanische Grippe. Es wird nicht von heute auf morgen tausende Todesfälle in Deutschland verursachen. Es ist für die große Mehrheit der Bevölkerung eher lästig als gefährlich.

Es werden auch nicht Millionen Deutsche fiebernd im Krankenbett liegen. Das öffentliche Leben, die Lebensmittelversorgung, Strom- und Wasserleitungen - all das wird vielleicht verlangsamt, jedoch nicht zum Erliegen kommen. Zugleich stellt das Virus für einen nicht ganz kleinen Teil der Bevölkerung offenbar eben doch eine wirkliche Gefahr dar.

Nehmen wir die Situation also so ernst wie nötig und so gelassen wie angemessen. Schützen wir diejenigen, die Schutz nötig haben. Indem wir uns so verhalten, dass wir das Coronavirus und möglichst auch alle anderen Erreger nicht leichtfertig verbreiten. Häufigeres Händewaschen ist zumutbar. Und sein Gegenüber nicht anzuhusten, sollte ja ohnehin selbstverständlich sein.

Helfen wir den wirklich Kranken, wenn es die demnächst tatsächlich in größerer Zahl geben sollte, indem wir uns solidarisch verhalten. Zum Arzt gehen sollte nur, wer wirklich krank ist. Leichtes Fieber lässt sich auch zu Hause auskurieren. Und Arbeitgeber sind gut beraten, nicht als erstes nach einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu rufen, wenn ein Mitarbeiter Husten oder Halsweh hat. Klar, es könnte ja auch nur eine ganz banale Erkältung sein. Aber auch die ist ansteckend. Und die ganz normale Grippesaison ist ja auch noch nicht beendet. Grippe plus Corona plus Hysterie: Diese Kombination könnte das ja eigentlich ja ganz gut gerüstete Gesundheitswesen tatsächlich schwindelig machen.

Wünschen wir uns allen also einen kühlen Kopf. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.

Quelle: ots/Westfalen-Blatt
#mehrNachrichten
Federal Reserve Gebäude
Foto: Tim Evanson / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)

50 Basispunkte: US-Notenbank Paukenschlag

Was für ein Paukenschlag: Die US-Notenbank Fed senkt wegen der Risiken für die US-Wirtschaft durch das Coronavirus außerplanmäßig ihren Leitzins um 50 Basispunkte. Das ist das erste Mal seit der...
Auch für Kinder mit Familienangehörigen, Frauen, Traumatisierte und Männer ist die Situation auf den griechischen Inseln menschenunwürdig.
Foto: Mario Fornasari / CC BY 2.0 (via Flickr)

Enttäuschung über Koalitionsbeschluss zu Flüchtlingen

Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl hat enttäuscht auf den Beschluss des Koalitionsausschusses zur Aufnahme von etwa 1000 bis 1500 Kindern und Jugendlichen aus griechischen Flüchtlingslagern...
Es geht ganz klar um Schutzkleidung und alles, was damit zusammenhängt. Die werden illegal ins Ausland verschickt.
Foto: visuals

Zoll beschlagnahmt Atemschutzmasken und Schutzkleidung bei 3M

Die Zollbehörde Mönchengladbach hat bei einer Kontrolle im europäischen Verteilzentrum des US-Konzerns 3M in Jüchen hochwertige Atemschutzmasken und andere Schutzkleidung für Ärzte, Laboranten,...
Marco Wanderwitz
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Ostbeauftragter Wanderwitz macht Linke mitverantwortlich für Aufstieg der AfD

Der neue Ostbeauftragte der Bundesregierung Marco Wanderwitz hat die Linkspartei mitverantwortlich gemacht für den Aufstieg der AfD in den neuen Bundesländern. Dem "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe)...
Der Sport als Kulturgut wird die Corona-Krise überleben, ja locker wegstecken.
Foto: Marvin Ronsdorf

Atempause für den Sport

Krise? Welche Krise? Der Sport hält nicht nur gesund, er ist putzmunter. Die Welt der Leibesübungen ist - ähnlich wie die Kunst - resistent gegen all die Symptome, unter denen wir aktuell so massiv...
Alle Spielplätze in Berlin sollen offen bleiben. Warum sind denn Schulen und Kitas geschlossen worden?
Foto: Mummelgrummel / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Erlassene Verfügungen die viele Menschen nicht interessieren.

Kennen Sie das Schild mit der Aufschrift "Vernünftige Menschen fahren hier nicht Rad, allen anderen ist es verboten", das in manchen Fußgängerzonen zu finden ist? Daran müssen sich aktuell die...
Eine Garantie, dass die Hilfspakete dazu führen, dass wir noch einmal mit einem blauen Auge davonkommen gibt es nicht.
Foto: Richard Ley

Die Stunde des Staates

Dieser Bundestag ist das - mit Abstand - beste Parlament, das man sich in der Corona-Krise nur wünschen kann, könnte man jetzt kalauern, wenn die Situation nicht so verdammt ernst wäre. Allerdings...
Back To Top