Dass es immer noch keinen Lockdown gibt, ist nicht nachvollziehbar.
Dass es immer noch keinen Lockdown gibt, ist nicht nachvollziehbar. Foto: Medakit Ltd
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Der Corona-Neuausbruch im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück führt uns allen unsanft vor Augen, wie wenig stabil die Situation in Deutschland ungeachtet der permanent sinkenden Neuinfektionszahlen ist. Wir haben das Virus nicht besiegt, und ohne Medikament und Impfstoff wird uns das auch nicht gelingen. Deshalb kann in besonders sensiblen Bereichen wie den Schlachtereien nur die Devise gelten: Testen, testen, testen. In Betrieben, die wegen der aktuell herrschenden Arbeitsbedingungen so sehr geeignet sind für einen Neuausbruch wie die Fleischindustrie, ist das unerlässlich.

Ein Opfer der Bombe in Hiroshima (7. August 1945)
Foto: Onuka, Masami

Kommentar zum Jahrestag von Hiroshima

Bei Tönnies hat dies allen Ankündigungen zum Trotz offenbar nicht uneingeschränkt funktioniert. Noch im Mai hat das Unternehmen betont, dass es bei 800 Proben keine positiven Ergebnisse gegeben habe. Das ist vier Wochen her, aber was ist danach passiert? Jeder Mitarbeiter, der für einen Zeitraum X nicht im Betrieb war, muss nach seiner Rückkehr neu getestet werden, egal, wie lange er weg war und wo er gewesen ist. Wer dies nicht beherzigt, handelt fahrlässig. Er gefährdet die anderen Mitglieder der Belegschaft, deren Angehörige und Freunde, in letzter Konsequenz den öffentlichen Betrieb mit auch nur halbwegs normalem Alltag an den Schulen, in den Kitas und anderen Einrichtungen.

Das tut auch Landrat Sven-Georg Adenauer, solange er den Menschen in der Region suggeriert, der Kreis Gütersloh habe das Geschehen unter Kontrolle. Dass es immer noch keinen Lockdown gibt, ist nicht nachvollziehbar. Längst hat das Virus über die Wohnorte von Tönnies-Beschäftigten andere Städte erreicht und droht sich weiter auszubreiten. Wer jetzt noch daran festhält, dass eine weitergehende Absperrung unnötig sei, handelt unverantwortlich.

Quelle: ots/Rheinische Post
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