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Der in Deutschland wachsende Hunger auf Geflügelfleisch lässt die Importzahlen steigen. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP berichtet, wurden im vergangenen Jahr fast 883.000 Tonnen nach Deutschland eingeführt - knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Davon kamen wiederum gut 110.000 Tonnen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union, etwa Brasilien, Chile oder Thailand.

Die Lage im Nahen Osten ist explosiver, als es zuletzt - auch überdeckt von der die ganze Welt beschäftigenden Corona-Krise - erschienen sein mag.
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Wie die Tiere dort gehalten werden, weiß die Bundesregierung laut Antwort nicht im Detail. Carina Konrad, Agrarexpertin in der FDP-Bundestagsfraktion, rief dazu auf, die Tierhaltung in Deutschland zu stärken, statt sich von Importen abhängig zu machen. Außerhalb Europas habe man keinen Einfluss darauf, wie Tiere gehalten werden. Konrad forderte in der "NOZ": "Neue Ställe für stetig mehr Tierwohl und eine transparente und europäisch einheitliche Kennzeichnung über Herkunft und Haltung der Tiere ist hier die Devise."

Ähnlich äußerte sich auch Friedrich-Otto Ripke, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), gegenüber der "NOZ". Die deutschen Diskussionen um Tier- und Umweltschutz würden "ad absurdum geführt, wenn all diese Errungenschaften am Ende durch Billig-Importe aus Ländern mit deutlich niedrigeren Standards unterlaufen werden." Er erwarte von der Regierung mehr Unterstützung, so Ripke. "Wir brauchen endlich eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie - jeder Verbraucher muss sofort erkennen können, ob sein Geflügelfleisch auf dem Teller aus Billigländern wie Brasilien oder eben von heimischen Landwirten stammt."



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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