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20 Jahre nach der 4. Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen fordert die weltweite UN Women-Kampagne zu "Peking+20" alle Akteure dazu auf, die damals getroffenen Vereinbarungen vollständig umzusetzen.

Gegen den Klimawandel und die fortschreitende Erderwärmung gibt es keine Impfung und kein Medikament.
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Gegen den Klimawandel wird es nie eine Impfung oder ein Medikament geben

In Berlin kamen zu diesem Anlass Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen, um gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und der Untergeneralsekretärin und Exekutiv Direktorin von UN Women, Phumzile Mlambo-Ngcuka, in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen das 20-jährige Jubiläum der Weltfrauenkonferenz zu würdigen.

Karin Nordmeyer, die Vorsitzende des einladenden Deutschen Komitees für UN Women, begrüßte die Gäste mit nachdrücklichen Worten: "Wir sind hier, um die Ergebnisse und Errungenschaften der Pekinger Erklärung und Aktionsplattform der letzten 20 Jahre anzuerkennen. Wir sind aber auch hier, um einen starken Appell an ALLE zu richten, ihr Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter weltweit zu intensivieren." Karin Nordmeyer stellte weiter fest: "Wir leben in einer Welt, in der Frauen nicht entsprechend ihres Potentials an der Gestaltung der Gesellschaft teilhaben können."

Bei der Vierten Weltfrauenkonferenz in Peking 1995 wurden viele Aspekte zum ersten Mal im Rahmen einer internationalen Konferenz behandelt: Niemals zuvor wurde Gewalt gegen Frauen in einem internationalen Dokument so umfassend und konkret geschildert und Wege zu ihrer Beseitigung aufgezeigt. Erstmals wurde auch ein gleicher Zugang zum Erbrecht für Mädchen und Jungen in einem internationalen Dokument gefordert.

Manuela Schwesig, Bundesfrauenministerin, machte auf dem Festakt deutlich: "Kein Land hat die vollständige Gleichberechtigung für Frauen und Mädchen erreicht - auch Deutschland nicht. Daher müssen wir den Geist von Peking wachhalten und gemeinsam für Frauenrechte einstehen. Gleichstellung muss zur Lebensrealität der Menschen werden."

Sie legte dar, wie wichtig es für die Zukunft der Gesellschaften ist, dass Frauen und Mädchen gleichberechtigt teilhaben an Wirtschaft und Politik, dass ihre Rolle in Konflikten- und Krisenregionen gestärkt wird und sie besser vor Gewalt und Misshandlung geschützt werden. Konkret in Deutschland ist das jüngst verabschiedete Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen, ein wichtiger und historischer Schritt.

UN Women Executive Direktorin Phumzile Mlambo-Ngcuka erläuterte: "Überall wurde die Pekinger Aktionsplattform nochmals ganz genau nach Fortschritten und Hindernissen überprüft, und ganz besonders in diesem Jahr. Die aus den Überprüfungsberichten der Mitgliedsstaaten gewonnenen Daten haben es ermöglicht, die Errungenschaften und Diskrepanzen darzulegen und Regierungen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wachzurütteln, mehr zu unternehmen. Damit sie ihre Ziele in Bezug auf Gleichberechtigung bestätigen und erweitern, die tiefverwurzelten sozialen Normen und diskriminierenden Verhaltensweisen, die der tatsächlichen Gleichberechtigung im Wege stehen, in Angriff nehmen und in eine inklusive Zukunft investieren."

Die Pekinger Erklärung und ihre Aktionsplattform bleiben einmalige und wichtige Dokumente für die Stärkung der Rechte von Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter. Alle Rednerinnen des Abends forderten, keine Rückschritte zuzulassen. Frauen und Mädchen, Jungen und Männer müssen sich gemeinsam dafür einsetzen, dass die Gleichstellung der Geschlechter für die nachfolgenden Generationen bis zum Jahr 2030 zu einer Selbstverständlichkeit und Normalität wird, die nicht mehr in Frage gestellt wird.



Quelle: BMFSFJ


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