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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung startet Forschung zu den gesellschaftlichen Folgen von wachsenden Datenmengen

Diese groteske Kombination von Corona und Terror ist auch eine ebenso Metapher auf unsere Zeit.
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Der unverwüstlich-sture Geist von Wien

Big Data bezeichnet den Umgang mit immer größeren Datenmengen. Moderne Auswertungsmethoden ermöglichen neue Erkenntnisse und können so nützliches Wissen generieren. Ebenso nimmt mit der Datenmenge und ihrer Analyse das Risiko zu, unerwünschte Rückschlüsse auf einzelne Personen und deren Umfeld zu ziehen. Der stärkere Einfluss von computergestützter Datenauswertung auf die gesellschaftliche Entwicklung ist absehbar. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startet daher das neue Forschungsprojekt "ABIDA - Interdisziplinäre Analyse der gesamtgesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen beim Umgang mit großen Datenmengen", um die Macht von Big Data besser zu verstehen und Lösungsansätze für den richtigen Umgang zu entwickeln.

"Forschung muss es uns ermöglichen, eine Technologie wie Big Data zu beherrschen. Wir wollen die Vorteile nutzbar machen, aber auch die Risiken aufzeigen", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. "Technologischer Fortschritt muss unsere soziale und rechtliche Grundordnung beachten und im Rahmen unseres Wertesystems bleiben. Wir müssen lernen, die richtigen Schlüsse aus den Daten zu ziehen. Informationen sollen Menschen dienen, nicht belasten."

Nutzen und Risiken sind bei Big Data eng miteinander verbunden. Beispielsweise kann die Analyse großer Mengen medizinischer Patientendaten entscheidend dabei helfen, Krankheiten besser zu verstehen und wirkungsvollere Medikamente und Therapien zu entwickeln. Daten über allgemeine Lebensumstände oder Konsumverhalten könnten aber auch verwendet werden, um Rückschlüsse auf den vermeintlichen Gesundheitszustand von Personen zu ziehen.

Das Projekt ABIDA setzt hier an und untersucht juristische, ethische, sozialwissenschaftliche, ökonomische und politikwissenschaftliche Fragestellungen rund um den Einsatz von Big Data-Systemen. Dabei geht es auch um den rechtssicheren Umgang mit Daten und Analysen, um die Sicht auf das Individuum als Objekt von Datenauswertungen und das Wissen und Nicht-Wissen über Ergebnisse, um die Wirkungen von Big Data-Analysen auf die Persönlichkeitsentfaltung, um die Ökonomisierung von Daten und um Datentransparenz.

Das BMBF fördert das auf vier Jahre angelegte Projekt mit insgesamt rund 6,4 Millionen Euro. Es wird koordiniert durch die Westfälische Wilhelms-Universität Münster und das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Weiterhin sind die Universitäten Hannover, Dortmund und München sowie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) beteiligt. Projektergebnisse sollen auch mit Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden und zur Entwicklung neuer Maßstäbe im Umgang mit Big Data-Technologien dienen.

ABIDA ist ein zusätzliches Forschungsprojekt auf dem Gebiet Management und Analyse großer Datenmengen. Bereits im März hat das BMBF das neue Forschungsprogramm zur IT-Sicherheit "Sicher und selbstbestimmt in der digitalen Welt" als Teil der neuen Hightech-Strategie der Bundesregierung gestartet. Zudem fördert das BMBF den Aufbau von zwei neuen Big Data-Kompetenzzentren in Berlin und Dresden.

Weiterführende Informationen: www.bmbf.de/de/23429.php



Quelle: BMBF


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