Donnerstag, 29 Okt 2020
Rap-Gruppe des Jugendhilfeverbundes Nordhausen-Südharz der AWO
Rap-Gruppe des Jugendhilfeverbundes Nordhausen-Südharz der AWO Foto: LK OHA
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7. Kinder- und Familienkonferenz des Landkreises Osterode am Harz führte zahlreiche Akteure rund um das Thema Kindeswohl zusammen

Auch Privataktionäre werden sich überlegen müssen, ob sie ihr Investment umschichten.
Foto: dmkoch / CC0 (via Pixabay)

Eine Frage der Bewertung

Die Kooperation zwischen allen Akteuren, die sich im weitesten Sinn mit dem Wohl des Kindes beschäftigen, stetig zu verbessern und die Hilfen und Leistungen einzelner Dienste und Institutionen gezielt zusammenzuführen, das ist die zentrale Zielsetzung der Kinder- und Familienkonferenz im Landkreis Osterode am Harz.

Am 26. September 2014 fand aus diesem Grund die bereits 7. Konferenz in den Räumlichkeiten der Berufsbildenden Schulen II statt. Wie bereits in den letzten Jahren war auch dieses Mal die Resonanz wieder sehr groß. Insgesamt musste aufgrund der begrenzten räumlichen Kapazitäten 80 Interessierten notgedrungen abgesagt werden. Wie der Erste Kreisrat Gero Geißlreiter in seiner Eröffnungsrede betonte, sei dies zwar für die Betroffenen selbst sehr bedauerlich, der Landkreis als Träger der öffentlichen Jugendhilfe werte dies allerdings als vollen Erfolg, da die Zahlen zweifellos den immensen Stellenwert der Kinder- und Familienkonferenz unterstrichen.

Unter dem Motto „Eltern und Kinder stark machen“ lag das Augenmerk in diesem Jahr schwerpunktmäßig beim Thema „Traumatisierungen bei Kindern und Jugendlichen“, eine Thematik, die vielen Fachkräften sehr am Herzen liegt. So ist es sehr erfreulich, dass es gelungen ist, einen renommierten Experten auf diesem Gebiet, Herrn Dr. Andreas Krüger, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und Leiter des sog. IPKJ, des Instituts für Psychotraumatologie des Kindes- und Jugendalters in Hamburg, für den vormittäglichen Vortrag und einen Workshop am Nachmittag zu gewinnen.

Im Rahmen des Nachmittagsprogramms gab es wie gewohnt Praxisworkshops zu verschiedenen Themen neben dem Hauptthema vom Vormittag, wie „ADHS bei Kindern“, „Kinder und häusliche Gewalt“ und „Familie und Sucht“. Die Workshops bieten allen Fachkräften die Möglichkeit, sich ganz praxisnah zu den verschiedenen thematischen Aspekten einzubringen und die Diskussion auf die Begebenheiten vor Ort runterzubrechen, um so Einfluss auf die Ausrichtung der regionalen Kinder- und Jugendhilfe zu nehmen. Darum bat Gero Geißlreiter ausdrücklich.

Die Ergebnisse der vier Praxisworkshops wurden am Ende der Veranstaltung im Plenum zusammengeführt und die Arbeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Leiter des Fachbereichs Jugend und Soziales, Manfred Heidergott, wertgeschätzt: „Ohne Sie wäre diese Veranstaltung nichts“, sprach Heidergott zum Publikum.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch den Auftritt der AWO-Kulturgruppe, die erfolgreich ihren Kinder-Rechte-Rap präsentierte, sowie die begleitende musikalische Untermalung des Programms von Michael Merse am Klavier.

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