Foto: MichaSpa / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
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Im hart umkämpften Markt der Fernbuslinien fallen Fahrer immer wieder durch Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten auf.

Kaum jemand würde von Köln nach Berlin oder Hamburg das Flugzeug benutzen - wenn, ja wenn die Bahn nicht auf beiden Verbindungen jeweils mehr als vier Stunden brauchen würde.

Wie man die Leute in die Jets treibt

Bei Kontrollen im Jahr 2014 und im ersten Halbjahr 2015 wurden bei nahezu jedem vierten Fahrer Verstöße gegen geltende Auflagen zu Arbeits- und Pausenzeiten festgestellt. Das geht aus einem im Januar verfassten Sonderbericht des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) hervor, auf den die Bundesregierung in ihrer Antwort eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion verweist.

Die Antwort des Bundesverkehrsministeriums liegt der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe) vor. Dem Bericht zufolge stellte das BAG im Jahr 2014 insgesamt 60 Verstöße von Fahrern deutscher Busse gegen Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten sowie Fahrtunterbrechungen fest. Insgesamt wurden in dem Jahr 254 deutsche Fahrzeuge kontrolliert. Innerhalb der ersten sechs Monate des Jahres 2015 zählten die BAG-Beamten bei 217 kontrollierten deutschen Bussen bereits 53 Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten.

Fast jeder vierte Fahrer fiel also bei Kontrollen auf, Tendenz leicht steigend. Matthias Gastel, Verkehrsexperte der Grünen-Fraktion im Bundestag, sagte der Redaktion: "Der Preisdruck im Fernbusgeschäft wird immer wieder auf dem Rücken der Busfahrer ausgetragen." Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) schaue dabei nur zu. "Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten sind kein Kavaliersdelikt", sagte Gastel. Die Zahl der Kontrollen müsse ausgeweitet und Verstöße konsequenter geahndet werden, so der Grünen-Politiker.



Quelle: ots/Rheinische Post


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