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Die FDP-Fraktion im Bundestag hat ein europaweit einheitliches Monitoring von Wölfen gefordert. Der umweltpolitische Sprecher Karlheinz Busen betonte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Wölfe kennen keine Ländergrenzen. Es gibt eine gemeinsame deutsch-westpolnische Wolfspopulation, die auch bei der Feststellung des Erhaltungszustandes gemeinsam betrachtet werden muss." Busen griff damit ein Argument der Befürworter einer Wolfsjagd auf: Bei grenzüberschreitender Betrachtung sei der Bestand der Raubtiere nicht mehr gefährdet. Eine gezielte Bejagung wäre damit rechtlich möglich.

Das alles bedeutet einen beträchtlichen Aufwand und ein hohes Risiko.
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Viel Aufwand für wenige Schultage

Die Bundesregierung teilte Busen auf Anfrage mit, dass es für diese Einschätzung gar keine Datengrundlage gibt. "Deutschland und Polen arbeiten derzeit mit unterschiedlichen Monitoringstandards", schreibt Umwelt-Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD). Zudem sei keine fundiert wissenschaftliche Aussage darüber möglich, wie viele Wölfe derzeit in Deutschland lebten. Kritiker fordern eine Begrenzung auf 1000 Tiere. Klar sei nur, so das Bundesumweltministerium, dass "die Reproduktion der deutschen Wolfspopulation" als positiv einzuschätzen sei. Busen bezeichnete ein Wolfsmonitoring innerhalb von Landesgrenzen als realitätsfern.

2017 haben Wölfe nach den Zahlen der Bundesregierung allein in Deutschland nachweislich 1636 Nutztiere gerissen - vorrangig Schafe, aber auch zwei Alpakas und zwei Hunde. Zahlen für 2018 würden derzeit noch ausgewertet, so das Ministerium.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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