Franziska Giffey
Franziska Giffey Foto: SPD Schleswig-Holstein / CC BY 2.0 (via Flickr)
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Bundesfrauen- und Familienministerin Franziska Giffey hat die Einführung eines gesetzlichen Feiertags in Berlin zum Weltfrauentag begrüßt. "Das ist in zweierlei Hinsicht eine gute Idee", sagte Giffey im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Zum einen geht es darum, das Erreichte bei der Gleichstellung zu würdigen - vom Frauenwahlrecht, über das Recht der Frauen ohne die Erlaubnis ihres Mannes zu arbeiten bis zum Verbot der Vergewaltigung in der Ehe", sagte die SPD-Politikerin. Es werde auch an diejenigen erinnert, die die Fortschritte erkämpft hätten, denn: "Frauenrechte sind niemals vom Himmel gefallen."

Im Erzbistum Köln hat Kardinal Rainer Woelki die dortige Studie einer Münchner Rechtsanwaltskanzlei zum Umgang der Bistumsleitung mit sexuellem Missbrauch wegen angeblicher methodischer Mängel unter Verschluss genommen und den Kölner Strafrechtler Björn Gercke mit einem neuen Gutachten beauftragt.
Foto: Liane Metzler

Historiker bezweifelt Wert juristischer Missbrauchs-Studien

Darüber hinaus sei der 8. März ein "Ermutigungstag für die Zukunft", ergänzte Giffey. Der Feiertag zeige, "dass es sich lohnt, weiter zu streiten für die Beseitigung der 21 Prozent-Lohnlücke und der 53-Prozent Rentenlücke zwischen Männern und Frauen, für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, für mehr Hilfe bei häuslicher Gewalt an Frauen, für die Aufwertung der sozialen Berufe und für mehr Frauen in Führungspositionen".

Giffey stellte zudem eine Überarbeitung des vor anderthalb Jahren in Kraft getretenen Entgelttransparenzgesetzes in Aussicht, mit dem Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern beseitigt werden sollen. "Die Evaluierung mit ersten aussagekräftigen Ergebnissen wird im Sommer vorliegen", sagte Giffey. Dann stelle sich die Frage, "ob und wie nachgesteuert werden sollte".

Vehement unterstützte die Ministerin Bemühungen, mit einem Paritätsgesetz den Frauenanteil im Deutschen Bundestag auf 50 Prozent zu erhöhen. "Die Bevölkerung besteht zur Hälfte aus Frauen und Männern. Da ist es doch eigentlich naheliegend, dass sich das auch in der Volksvertretung, also dem Parlament, widerspiegelt", sagte Giffey der "NOZ". Die Änderung des Wahlrechts müsse aus dem Bundestag selbst kommen. Sie stehe voll hinter der fraktionsübergreifenden Initiative. "Es wird aber nur gelingen, wenn es ein Bündnis über die Parteigrenzen hinweg gibt, bei dem auch Männer mitmachen. Die Einführung des Frauenwahlrechts wäre ohne die Unterstützung von einigen klugen Männern auch nicht zustande gekommen", sagte Giffey.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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