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Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Prognosen der Wahlforschungsinstitute ist vergleichsweise niedrig. Gleichzeitig ist das Wissen in der deutschen Bevölkerung über die Methodik von Wahlprognosen gering. Dabei steigt das Vertrauen in Wahlprognosen mit dem Wissen über Methodik und Hintergründe von Prognosen. Dies sind die Ergebnisse einer im März 2017 von YouGov für die Initiative Markt- und Sozialforschung durchgeführten repräsentativen Umfrage.

Anstatt dafür klare Vorgaben zu machen, werde die Verantwortung den Schulen und den Gesundheitsämtern zugeschoben.
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NRW-Lehrerverband für Maskenpflicht auf Schulfluren

Im Wahljahr 2017 mit drei Landtags- und der Bundestagswahl hat die Frage nach dem Vertrauen der Deutschen in Wahlprognosen gerade im Hinblick auf jüngste Ereignisse und vorhergesagte Ergebnisse (Brexit, Trump-Wahl) eine besondere Bedeutung. Eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage unter 2.022 Personen zeigt, dass nur 5% der Befragten den Prognosen der Wahlforschungsinstitute voll und ganz sowie 35% "eher" vertrauen, wogegen 47% der Bevölkerung den Prognosen misstraut. Gleichzeitig geben zwar 37% der Befragten an, sich mit Statistiken auszukennen und in der Lage zu sein, "statistische Berechnungen" durchzuführen, über die Methodik der Sonntagsfrage oder die Frage, ob eine Stichprobe von 1.000 Befragten repräsentativ für die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland sein kann, wissen tatsächlich aber nur etwa 5% der Befragten Bescheid.

Es zeigt sich, dass das Vertrauen der Bürger in Wahlprognosen und Umfragen mit zunehmendem Kenntnisstand der Befragten steigt. Dieses Vertrauen ist aber eine wesentliche Voraussetzung für eine Teilnahme an demoskopischen Erhebungen, die wiederum eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik darstellen. Deshalb erscheint es wichtiger denn je, der Bevölkerung Hintergründe und Nutzen von Umfragen und Wahlprognosen darzulegen.

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2022 Personen zwischen dem 03.03.2017 und 06.03.2017 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Zusätzlich zu diesen Informationen bietet die Initiative Markt- und Sozialforschung auf ihrer Homepage mit dem Exakt-O-Mat einen Konfidenzintervallrechner an. Hier kann man aus der Zahl der Teilnehmer einer Umfrage und aus dem Prozentergebnis einer Partei das Konfidenzintervall, also den Prozentbereich, in dem sich das "wahre" Umfrageergebnis mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent befindet, errechnen.

Weitere Informationen unter http://www.deutsche-marktforscher.de/index.php/wahlen/extaktomat



Quelle: ots/IMSF


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