#zeitfokus.

Donnerstag, 09 Apr 2020
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Immer weniger Wanderschäfer in Deutschland unterwegs. In Deutschland sind immer weniger Wanderschäfer mit ihren Herden unterwegs. Die Bundesregierung geht in einer Antwort auf Anfrage der Grünen davon aus, dass die Zahl seit 1999 um 70 Prozent zurückgegangen ist, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Demnach gab es im Jahr 2016 vermutlich weniger als 100 Wanderschäfer, die dieser besonderen Form der Schafhaltung nachgingen: Sie ziehen mit ihren Tieren oft über große Strecken von Weide zu Weide. 1999 sind es mutmaßlich noch mehr als 300 Wanderschäfer gewesen. Exakte Zahlen hat das Bundeslandwirtschaftsministerium nach eigener Aussage nicht. Wanderschäfer würden nicht gesondert von anderen Schafhaltern statistisch erfasst. Der Bundesverband der Berufsschäfer teilt die Einschätzung der Regierung aber. Verbandschef Günther Czerkus wies in der "NOZ" darauf hin, dass alle Schäfer wirtschaftliche Probleme hätten. Die Bundesregierung schreibt, dass das durchschnittliche Jahreseinkommen in dem Beruf bei 24.900 Euro liege. "Eigentlich bräuchten wir schon lange ein Rettungspaket", so Czerkus. Er verwies auf die Bedeutung der Schafhaltung für den Artenschutz. Das Bundesagrarministerium schreibt in der Antwort, dass etwa 500 Pflanzenarten auf den Flächen wüchsen, die von Schafen, Ziegen oder Rindern beweidet würden - darunter einige, die im Bestand als gefährdet gälten. "Das entspricht 15 Prozent unserer Flora", so Staatssekretär Michael Stübgen. Czerkus forderte, dass diese Leistung der Schäfer entlohnt werden müsse. Die Grünen im Bundestag unterstützen das. Steffi Lemke, naturschutzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, betont: "Schafe, Ziegen und Rinder leisten Unersetzliches für den Erhalt der Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft." Gemeinsam mit ihrem Fraktionskollegen Friedrich Ostendorff fordert sie daher eine bundesweite Weidetierprämie. 30 Euro pro Muttertier schlagen die Grünen vor. Ostendorff sagt, eine solche Prämie sei notwendig, "weil die Schäferei nicht nur Tiere, Natur und Klima schützt, sondern auch eine wunderschöne Form der Landwirtschaft darstellt". Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung

In Deutschland sind immer weniger Wanderschäfer mit ihren Herden unterwegs. Die Bundesregierung geht in einer Antwort auf Anfrage der Grünen davon aus, dass die Zahl seit 1999 um 70 Prozent zurückgegangen ist, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Demnach gab es im Jahr 2016 vermutlich weniger als 100 Wanderschäfer, die dieser besonderen Form der Schafhaltung nachgingen: Sie ziehen mit ihren Tieren oft über große Strecken von Weide zu Weide. 1999 sind es mutmaßlich noch mehr als 300 Wanderschäfer gewesen. Exakte Zahlen hat das Bundeslandwirtschaftsministerium nach eigener Aussage nicht. Wanderschäfer würden nicht gesondert von anderen Schafhaltern statistisch erfasst. Der Bundesverband der Berufsschäfer teilt die Einschätzung der Regierung aber.

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Verbandschef Günther Czerkus wies in der "NOZ" darauf hin, dass alle Schäfer wirtschaftliche Probleme hätten. Die Bundesregierung schreibt, dass das durchschnittliche Jahreseinkommen in dem Beruf bei 24.900 Euro liege. "Eigentlich bräuchten wir schon lange ein Rettungspaket", so Czerkus. Er verwies auf die Bedeutung der Schafhaltung für den Artenschutz. Das Bundesagrarministerium schreibt in der Antwort, dass etwa 500 Pflanzenarten auf den Flächen wüchsen, die von Schafen, Ziegen oder Rindern beweidet würden - darunter einige, die im Bestand als gefährdet gälten. "Das entspricht 15 Prozent unserer Flora", so Staatssekretär Michael Stübgen. Czerkus forderte, dass diese Leistung der Schäfer entlohnt werden müsse.

Die Grünen im Bundestag unterstützen das. Steffi Lemke, naturschutzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, betont: "Schafe, Ziegen und Rinder leisten Unersetzliches für den Erhalt der Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft." Gemeinsam mit ihrem Fraktionskollegen Friedrich Ostendorff fordert sie daher eine bundesweite Weidetierprämie. 30 Euro pro Muttertier schlagen die Grünen vor. Ostendorff sagt, eine solche Prämie sei notwendig, "weil die Schäferei nicht nur Tiere, Natur und Klima schützt, sondern auch eine wunderschöne Form der Landwirtschaft darstellt".



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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