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Anlässlich des UNESCO-Welttags der kulturellen Vielfalt am 21. Mai veranstalten Verbände und Institutionen in Bonn und in Berlin Podiumsdiskussionen zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA.

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In Bonn im Haus der Kultur organisieren die Deutsche UNESCO-Kommission, die Kulturpolitische Gesellschaft und das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik um 17 Uhr eine Diskussionsrunde zu Kultur und internationalem Handel. Die Gesprächspartner sind: Christine M. Merkel, Leiterin Fachbereich Kultur der Deutschen UNESCO-Kommission, Dominique Bruhn, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung "Weltwirtschaft und Entwicklungsfinanzierung" beim Deutschen Institut für Entwicklungspolitik, und Marc Grandmontagne, Geschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft.

In Berlin im Haus der Kulturverbände veranstaltet der Deutsche Kulturrat um 19.30 Uhr die Podiumsdiskussion "Kultur braucht kein TTIP, oder doch?". Die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Dr. Verena Metze-Mangold, und der Präsident des Deutschen Kulturrates, Professor Christian Höppner, eröffnen die Veranstaltung. Die Gesprächspartner sind: Bernd Lange, Vorsitzender des Ausschusses für Internationalen Handel des Europäischen Parlaments, Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Ulle Schauws, kulturpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie, und Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates.

Die Podiumsdiskussionen sind der Auftakt zur bundesweiten Aktion "Kulturelle Vielfalt 2030" vom 21. Mai bis 20. Oktober. Anlass ist das zehnjährige Jubiläum der UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen, die 2005 verabschiedet wurde. Mit der Konvention wollen die Vertragsstaaten unter anderem das Recht auf eine eigenständige Kulturpolitik sichern. Ziel ist es, die Doppelnatur von kulturellen Produkten politisch anzuerkennen: Kreative Dienstleistungen wie Film, Musik und Literatur sind mehr als Wirtschaftsgüter. Sie stehen für Lebensentwürfe und Traditionen und sind damit zugleich Kulturgüter. Nach dem Prinzip der Technologieneutralität müssen diese Kulturgüter auch im digitalen Wandel als solche behandelt werden.

Die UNESCO-Konvention ist heute das international wichtigste Rechtsinstrument, um die kulturelle Vielfalt zu fördern. 137 Staaten sind der Konvention bisher beigetreten, darunter alle EU-Mitgliedstaaten, die Europäische Union und zahlreiche Schwellen- und Entwicklungsländer.

Veranstaltungen:

Diskussion: "Kulturelle Vielfalt im Spannungsfeld zwischen internationalem Handel und
Immaterialität - zur internationalen Dimension von TTIP"
21. Mai 2015, 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Haus der Kultur, Weberstraße 61, 53113 Bonn
Anmeldung aufgrund des begrenzten Platzangebots unter ismaili(at)kupoge.de
Der Eintritt ist frei.

Diskussion: "Kultur braucht kein TTIP! Oder doch?"
21. Mai 2015, 19.30 Uhr
Deutscher Kulturrat, Haus der Kulturverbände, Mohrenstraße 63, 10117 Berlin
Anmeldung aufgrund des begrenzten Platzangebots unter pd-keinttip(at)kulturrat.de
Der Eintritt ist frei.



Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission


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