Zentrale des DFB in Frankfurt am Main
Zentrale des DFB in Frankfurt am Main Foto: Chivista / Gemeinfrei (via Wikimedia Commons)
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Beim Deutschen Fußball-Bund wähnte man sich sehr lange Zeit unantastbar. Bei dieser Einstellung war der Weg nicht weit, sich seine eigenen Gesetze zu schaffen. Und so nahm man es wohl bei der Organisation der Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land nicht ganz genau mit den Regeln - bis heute verweigert der überwiegende Teil der damals Verantwortlichen eine ernsthafte Aufklärung.

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Knautschzone

Die deutsche Justiz tat sich auch erstaunlich schwer, die Ermittlungen voranzutreiben. Das Ganze ging nur so schleppend voran, bis die allermeisten möglichen Verfehlungen hierzulande bereits verjährt sind. Schrecklich unglücklich zeigten sich die Behörden darüber nicht. Dabei wäre es mehr als angebracht gewesen, dass die dubiosen Geschäfte rund um das sogenannte Sommermärchen juristisch aufgeklärt werden. Es ist immer noch nicht zweifelsfrei erwiesen, warum 6,7 Millionen Euro durch diverse Kanäle wanderten. Bestechung? Verdeckte Honorarzahlungen? Fest steht: Am Fiskus sind die Zahlungen vorbeigegangen.

Hochnotpeinlich ist das vor allem für den DFB, der gerne mit dem Finger auf andere zeigt. Wie aber soll ein Verband international ernstgenommen werden, wie soll er die Machenschaften zum Beispiel von Fifa-Präsident Gianni Infantino anprangern, wenn er es selbst nicht einmal hinbekommt, vor seiner eigenen Haustür zu kehren? Die damals handelnden Funktionäre haben sich nie zu ihrer Verantwortung bekannt und stattdessen eifrig die Schuldfrage weitergeschoben. Man sollte deswegen nicht zu große Erwartungen in die Schweizer Justiz haben. Das Gericht wird nun unter erschwerten Bedingungen aufklären müssen, wer die Märchenerzähler sind. Schon jetzt ist klar, dass der Fußball in jedem Fall durch die Klüngeleien viel Ansehen verloren hat.



Quelle: ots/Rheinische Post
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