Die Zahl der unter Dreijährigen, die in einer Kita oder von einer Tagesmutter betreut werden, steigt weiter an.
Die Zahl der unter Dreijährigen, die in einer Kita oder von einer Tagesmutter betreut werden, steigt weiter an. Foto: AURELIE STENMAN / Pixabay CC0
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Neue Zahlen zeigen: Immer mehr Kinder unter drei Jahren gehen in eine Kita oder werden von Tagesmüttern betreut. Doch der Ausbau der Einrichtungen verläuft deutlich langsamer. Im Sinne einer guten Betreuung ist es jedoch wichtig, die Gruppengrößen klein zu halten.

In der Tendenz lässt sich das heute schon ablesen: ESG-Investments kommen recht gut durch die Coronakrise.
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Das "S" von ESG im Blick

Dem Statistischen Bundesamt zufolge wurden im März 2017 rund 645.000 Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen betreut, das sind 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Einrichtungen, zu denen allerdings auch Kindergärten und Horte für ältere Kinder zählen, legte dagegen nur leicht zu, um 0,7 Prozent auf 55.000. Ähnlich sieht es bei der Tagespflege aus, bei der die Zahl der betreuten unter Dreijährigen um 10,3 Prozent im Vergleich zu 2016 stieg und jetzt bei rund 118.000 liegt. Die Zahl der Tageseltern nahm aber nur leicht zu, um 1,1 Prozent auf 44.000. Erstmals wurde damit das beim Krippengipfel 2007 für das Jahr 2013 gesteckte Ziel von 750.000 Plätzen für unter Dreijährige erreicht. Aber die Zahlen deuten darauf hin, dass die einzelnen Kitas und Tagesmütter immer mehr Kinder versorgen müssen.

Die Zahlen zu den Betreuungsangeboten berücksichtigen zwar auch Angebote für ältere Kinder, wie Kindergärten und Horte. Allerdings ist hier vor dem Hintergrund der leicht steigenden Geburtenraten in den vergangenen Jahren und des starken Zuzugs von Flüchtlingen von einem tendenziell steigenden Bedarf auszugehen. Dies gilt in noch weit stärkerem Maße für unter Dreijährige. So wünschten einer Befragung im Auftrag des Bundesfamilienministeriums zufolge im Jahr 2016 rund 46 Prozent der Eltern für ihre Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsplatz. Das entspricht für 2016 einem Bedarf von 1,01 Millionen Plätzen.

Diese Werte zeigen, dass der Ausbau der Betreuungsinfrastruktur bei weitem nicht schnell genug geht. Bund, Länder und Kommunen müssen nicht nur für genügend Betreuungsplätze für unter Dreijährige sorgen, sondern auch auf die Qualität der Betreuung achten. Wichtig sind insbesondere eine begrenzte Gruppengröße und eine ausreichende Betreuer-Kind-Relation. Zudem sollte die Höhe der Elternbeiträge beschränkt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich alle Eltern die Betreuungsangebote finanziell leisten können.



Quelle: IW Köln


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