Foto: Kai Hendry
 2-4 Minuten Lesezeit  726 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

München (ots) - Mobiles Surfen außerhalb der EU mit Datenpaketen bis zu 98 Prozent günstiger / Telefonieren mit Tagespässen spart bis zu 95 Prozent / Tarif nach EU-Richtlinie nicht automatisch günstigste Option und nicht immer voreingestellt .

Der einstmals unbeliebte Franke hat heute deutschlandweit höhere Akzeptanzwerte als sein rheinischer Kollege.
Foto: European People's Party / CC BY 2.0 (via Wikimedia Commons)

Söder regiert, Laschet reagiert

Die Handynutzung im Ausland bleibt eine Kostenfalle. Besonders außerhalb der EU fallen Roaming-Gebühren von bis zu 19,25 Euro pro MB an. Verbraucher sollten daher unbedingt die Tarifoptionen ihres Mobilfunkanbieters prüfen. Je nach Nutzungsverhalten sparen sie mit Datenpaketen für mobiles Surfen bis zu 98 Prozent der Roaming-Gebühren. Mit Tagespässen zum Telefonieren ist eine Ersparnis von bis zu 95 Prozent möglich.

"Im EU-Ausland ist der Tarif nach EU-Richtlinie nicht bei allen Anbietern automatisch voreingestellt - und auch nicht immer das günstigste Angebot. Auslandsoptionen mit langer Laufzeit lohnen sich für Vielreisende, Normalurlauber wählen besser verbrauchsabhängige Tarife. Nutzer können bei fast allen Providern neben dem voreingestellten Roaming-Tarif auch alternative Auslandsoptionen wählen", sagt Andreas Quauke, Geschäftsführer Mobilfunk bei CHECK24.de.

Zu diesen Ergebnissen kommt CHECK24.de durch eine Analyse der Roaming-Tarife der vier Mobilfunk-Netzbetreiber (BASE, O2, Telekom und Vodafone) sowie der Alternativanbieter 1&1, klarmobil und simyo. Unterschieden wurde zwischen Preisen innerhalb und außerhalb der EU.1)

Außerhalb der EU: mit Auslandsoption bis zu 98 Prozent Mobilfunkkosten sparen

Außerhalb der EU sind die Preise für Roaming nicht reguliert. Anrufe aus Ägypten, Thailand oder Tunesien nach Deutschland kosten bis zu 3,04 Euro pro Minute, ein Megabyte (MB) Datenvolumen bis zu 19,25 Euro. Ein Vergleich der Tarifoptionen lohnt daher besonders bei Reisen in Länder außerhalb der EU.

Ein Ägypten-Urlauber, der am Strand ein YouTube-Video (zehn MB) ansieht, zahlt mit dem voreingestellten Tarif "Telekom Weltweit" 161,80 Euro. Wählt er dagegen die Option "Travel & Surf DayPass M" für 2,95 Euro (50 MB/Tag), spart er 98 Prozent der Kosten.

Ein Vodafone-Kunde, der aus New York einmalig für eine halbe Stunde seine Freundin in Deutschland anruft, bezahlt mit dem voreingestellten Tarif "World & World Data" 58,20 Euro. Mit der Option "Easy Travel Tag" kostet das Telefonat nur 2,99 Euro (Telefonflatrate) - eine Ersparnis von 95 Prozent.

In der EU: Roaming-Tarif nach EU-Richtlinie nicht automatisch günstigste Option

Innerhalb der EU sind Preisobergrenzen für Roaming festgelegt.2) Der voreingestellte Tarif entspricht bei einigen Anbietern nicht automatisch der EU-Richtlinie (BASE und O2). Diese ist aber auch nicht immer die günstigste Alternative.

O2-Kunden, die im EU-Ausland mobil surfen, zahlen für 50 MB/Tag mit der Option "Weltzonen-Pack", die der EU-Richtlinie entspricht, zwölf Euro (0,24 Euro/MB). Mit dem voreingestellten Tarif "Travel Day Pack & Reise-Option" kostet das gleiche Datenvolumen 1,99 Euro. Das ist eine Ersparnis von 83 Prozent.

BASE-Kunden, die oft im EU-Ausland unterwegs sind, sparen mit dem Tarif "BASE EU Reise Flat" 94 Prozent der Roamingkosten: Reist der Kunde z. B. zwei Jahre lang einmal pro Monat innerhalb der EU oder in die Schweiz (Verbrauch je Reise: 50 MB, zwei Stunden Telefonie), zahlt er in 24 Monaten insgesamt 72 Euro. Im voreingestellten Tarif wären im selben Zeitraum 1.276,80 Euro fällig.

Optionen mit langen Laufzeiten lohnen sich nur für Vielreisende

Verbraucher sollten bei der Tarifwahl darauf achten, welche Laufzeit die Auslandsoption ihres Mobilfunkanbieters hat. Für Vielreisende lohnen sich Pakete mit monatlicher Zahlweise und längerer Laufzeit, für Normalurlauber sind verbrauchsabhängige Tarife sinnvoll.

Die Telekom-Option "All Inclusive 12" (Flat für Telefon, SMS und mobiles Internet) kostet fünf Euro im Monat bzw. 60 Euro pro Jahr. Für diesen Betrag könnte der Nutzer mit dem verbrauchsabhängigen Tarif "Telekom Weltweit" (0,23 Euro/MB) z. B. mehr als 26.000 Messenger-Nachrichten (10 KB/Nachricht ohne Anhang) aus dem Urlaub verschicken oder viereinhalb Stunden nach Deutschland telefonieren (0,22 Euro/Minute).

Tipps: Kostenkontrolle beim Telefonieren und Surfen im Ausland

Nutzer, die im Urlaub mobil surfen, gehen auf Nummer sicher, wenn sie automatische Updates deaktivieren und möglichst WLAN vor Ort nutzen. Aber Vorsicht: Bei der WLAN-Nutzung können Informationen leicht ausgespäht werden. Reisende sollten daher die Eingabe sensibler Daten wie Kreditkartennummern oder Bankdaten vermeiden.

Bei einigen Anbietern nutzen Kunden ihre Inklusivminuten auch im Ausland. Zur besseren Kostenkontrolle schreiben Reisende besser SMS statt zu telefonieren oder nutzen z. B. über das WLAN im Hotel Messaging-Apps und Videotelefonie. Bei längeren Aufenthalten lohnt sich eine Prepaidkarte eines lokalen Anbieters.

1)Ausführliche Informationen zur Methodik sowie zu den Ergebnissen
2)Quelle: Bundesnetzagentur (13.05.2015)



Quelle: CHECK24


#mehrNachrichten
Profitstreben und Pflege vertragen sich nicht gut. Gespart wird am Menschen.
Foto: Mufid Majnun

Ein krankes System: Die Pflege-Branche ist selbst ein Pflegefall

Mangel an Fachpersonal, mitunter niedrige Löhne und harte Arbeitsbedingungen - schon vor Corona waren die Probleme in der Pflege bekannt. Die Pandemie hat diese lange bekannten Probleme verschärft,...
Bislang verfestigen die jüngsten Konjunkturindikatoren das Bild einer zweigeteilten deutschen Wirtschaft.
Foto: Cameron Venti

Achterbahn Konjunktur

Bergauf, bergab, dann geht es in die eine Richtung, gefolgt von der Kurve in die entgegengesetzte. Einer solchen Achterbahnfahrt gleicht die Konjunkturbetrachtung, seit sich das Coronavirus von...
Mittel- und langfristig braucht es einen neuen Anlauf im Friedensprozess.
Foto: Hosny Salah

Hamas muss sofort Weg für Waffenruhe freimachen

Der SPD-Außenpolitiker Nils Schmid blickt mit Sorge auf den Konflikt im Nahen Osten. Schmid sagte der "Heilbronner Stimme": "Die Hamas muss den Beschuss Israels sofort einstellen, und den Weg für...
Es brauche nun "klare Kriterien dafür, wann für wen die Freiheit zurückkehren kann", betonte der SPD-Fraktionsvorsitzende.
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Mützenich attackiert Baerbock, will Freiheit für Geimpfte und das Zwei-Prozent-Ziel der Nato muss weg

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat eine rasche Aufhebung der Corona-Beschränkungen für Geimpfte gefordert. "Das muss zügig kommen, denn wir sollten uns die Entscheidung darüber nicht von den...
Natur- und Umweltschutz und eine echte sozial-ökologische Wende funktionieren nur dann, wenn alle Menschen mitgenommen und niemand zurückgelassen wird.

Klimaschutzgesetz darf soziale Fragen nicht ignorieren

Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, mahnt die Bundesregierung, bei der Neufassung des Klimaschutzgesetzes die sozialen Aspekte nicht zu vergessen. Schneider...
Deutschland hat sich bei den Militärausgaben auf den siebten Platz in der Welt hochgekämpft - und ist stolz darauf.
Foto: Stephen Leonardi

Ernstfall: Wettrüsten der Großmächte

Von wegen Krise: Der Rüstungswettlauf hat trotz Pandemie Konjunktur, die weltweiten Ausgaben haben bereits wieder eine Höhe wie im ersten Kalten Krieg erreicht. Parallel dazu herrscht zwischen den...
Einer möglichen Ampelkoalition aus Grünen, SPD und FDP steht Lindner skeptisch gegenüber.
Foto: INSM / CC BY-ND 2.0 (via Flickr)

Lindner setzt auf "Modernisierungskoalition" mit seiner FDP

FDP-Chef Christian Lindner sieht nach der Kür der Kanzlerkandidaten von Grünen und Union gute Chancen für seine Partei, in einer nächsten Bundesregierung mitzuregieren. "Armin Laschet haben wir als...
Back To Top