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56 Prozent der Deutschen halten das Abkommen, das die Europäische Union im März mit der Türkei geschlossen hat und mit dem die Zahl der nach Europa kommenden Flüchtlinge reduziert werden soll, für eher schlecht.

Die Nato-Erklärung sieht vor, dass die Bündnispartner ihre Verteidigungsausgaben bis zum Jahr 2024 auf zwei Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung steigern.
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Linke kritisieren Aufrüstung in Zeiten der Corona-Krise

39 Prozent bewerten das Abkommen eher gut. Das hat eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends im Auftrag der ARD-Tagesthemen am Montag und Dienstag ergeben. Im März waren die Deutschen bei der Bewertung des Vorhabens zur Vereinbarung noch gespalten: 46 Prozent sagten damals, sie fänden eine solche Vereinbarung eher gut, 49 Prozent fanden sie eher schlecht.

Die Rückführung von Flüchtlingen aus Griechenland in die Türkei begann Anfang der Woche. Ob dieses Abkommen dazu führen wird, dass die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, tatsächlich sinkt, sehen die Bürger skeptisch. 40 Prozent meinen es werden weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen, 41 Prozent erwarten, dass es gleich viele Flüchtlinge sein werden. Dass das Abkommen dazu führt, das mehr Flüchtlinge zu uns kommen, glauben 14 Prozent.

Im Rahmen des EU-Türkei-Abkommens wurde der Türkei zugesagt, dass dem Land noch in der ersten Jahreshälfte ein weiteres Kapitel in den EU-Beitrittsverhandlungen geöffnet werden soll. Eine Mitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union lehnen die Deutschen mehrheitlich ab, 68 Prozent (+7 Punkte im Vergleich zu Juni 2014) sagen, die Türkei sollte nicht aufgenommen werden. 27 Prozent (-7) finden, die EU sollte die Türkei mittel- bis langfristig aufnehmen. Das hat eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends im Auftrag der ARD-Tagesthemen am Montag und Dienstag ergeben.

Eine große Mehrheit der Deutschen hält die Türkei nicht für einen vertrauenswürdigen Partner. 79 Prozent der Bürger sagen, dass die Türkei ein Partner für Deutschland sei, dem man nicht vertrauen kann.

17 Prozent finden, der Türkei könne man vertrauen. Frankreich ist für 89 Prozent ein vertrauenswürdiger Partner (+3 Punkte im Vergleich zum April 2015). Großbritannien vertrauen 73 Prozent (+4) der Deutschen, den USA 58 Prozent (+8). Man könne Griechenland als Partner für Deutschland vertrauen, sagen 34 Prozent der Deutschen (+21), Russland 25 Prozent (+9), der Ukraine 23 Prozent (-1).



Quelle: ots/ARD


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