Untersuchung der Absturzstelle von MH-17 durch Niederländische und Australische Ermittler.
Untersuchung der Absturzstelle von MH-17 durch Niederländische und Australische Ermittler. Foto: Ministerie van Defensie / CC0 (via Wikimedia Commons)
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Vor der russischen Botschaft in Den Haag standen am Wochenende 298 leere Stühle. Aufgestellt von Menschen, die im Juli 2014 ihre Angehörigen verloren, weil eine russische Rakete über der Ost-Ukraine einen Passagierjet vom Himmel holte (Flug MH17). Fast 300 Menschen starben, nur weil separatistische Söldner nach strategischen Vorgaben aus Moskau im Nachbarland einen hybriden Krieg führten.

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Die Stühle waren eine stumme Anklage. Doch seit Montag läuft in den Niederlanden auch ein Prozess gegen vier Milizenführer. Drei von ihnen gehörten russischen Geheimdiensten oder dem Militär an. Dazu kommt ein ukrainischer Separatist. Die Beweise gegen die mutmaßlichen Mörder sind erdrückend. Demnach waren sie für den Abschuss operativ verantwortlich, auch wenn nicht geklärt ist, wer den Auslöser betätigte.

Am Prozess nehmen die Vier aber nicht teil. Die russische Führung hält ihre schützende Hand über sie. Das hat zunächst pragmatische Gründe. Der Kreml kann kein Interesse daran haben, dass Ex-Separatistenführer vor Gericht über die Operationen in der Ost-Ukraine plaudern. Es hat aber auch "ideelle" Gründe. Der russische Präsident Wladimir Putin, der Gefährten nie fallen lässt, ist überzeugt, in der Ukraine einen gerechten Krieg im Interesse Russlands zu führen. Kollateralschäden wie der Tod von 298 Flugzeugpassagieren gehören dabei zum Programm. Es ist daher undenkbar, dass der Kreml sich für die MH17-Toten so entschuldigt, wie der Iran es nach dem versehentlichen Abschuss eines ukrainischen Jets Anfang des Jahres tat. So etwas tun aus Putins Sicht nur Schwächlinge. Seine Devise lautet: Krieg ist Krieg, und russische Militärs begehen keine Fehler. Das ist eiskalt und unmenschlich. Deshalb sollte sich niemand etwas vormachen. Wer etwa in Syrien auf russische Humanität hofft, wird enttäuscht werden.

Quelle: ots/Rheinische Post
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