Foto: khaipi / CC BY-SA 2.0 (via Wikimedia Commons)
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In Myanmar finden diesen Sonntag Parlamentswahlen statt. Das Rennen um die Wahl wird aller Voraussicht nach zwischen der regierenden "Unionspartei für Solidarität und Entwicklung" (USDP) und der größten Oppositionspartei "Nationale Liga für Demokratie" (NLD) entschieden.

Der Verfall der türkischen Lira wurde durch die Personalentscheidungen und die Kehrtwende der Politik jedenfalls gestoppt.
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Radikalkur am Bosporus

Seit 2010 regiert erstmals nach 50 Jahren Militärherrschaft eine formal zivile Regierung, die von ehemaligen Vertretern der militärischen Führung getragen wird. Der Demokratisierungsprozess des Landes ist jedoch längst nicht abgeschlossen: Minderheiten genießen zum Teil keine Bürgerrechte, unvollständige Wählerverzeichnisse oder der Ausschluss von Kandidaten haben dafür gesorgt, dass die anstehenden Parlamentswahlen von der Weltöffentlichkeit kritisch beobachtet werden.

Die Wirtschaft Myanmars hingegen bleibt auch in den kommenden Jahren mit prognostizierten Wachstumsraten von fast 8 Prozent sehr dynamisch. Zu den wichtigsten Branchen gehören das Baugewerbe, die Warenproduktion, hier insbesondere die Textilindustrie, sowie der Dienstleistungssektor. Ausländische Investitionen tragen maßgeblich zur Modernisierung der Wirtschaft und Infrastruktur bei. "In den vergangenen Jahren flossen knapp 70 Prozent der ausländischen Investitionen in die Bereiche Gas- und Ölförderung sowie Energieerzeugung. Zuletzt gingen jedoch auch viele der genehmigten ausländischen Neuinvestitionen in den Tourismus, die Bekleidungsbranche und andere verarbeitende Industrien", sagt Lisa Flatten, Wirtschaftsexpertin für Myanmar bei Germany Trade & Invest.

Durch den Wirtschaftsboom in Myanmar bestehen auch für deutsche Unternehmen Geschäftschancen für Zulieferer von Maschinen, Ausrüstungen und Baustoffen. Gerade in der Hauptstadt Rangun boomt der Bausektor. "Zudem will Myanmar bis 2030 die Stromerzeugungskapazitäten mehr als verfünffachen. Der Ausbau der Versorgung spielt für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes eine wichtige Rolle. Auch hier könnte deutsches Know-how zum Einsatz kommen", so Flatten weiter.



Quelle: ots / Germany Trade and Invest


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