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Deutschlands größter Umweltverband, der Naturschutzbund (Nabu), geht nach den Bauernprotesten auf die Landwirte zu. "Wir müssen dringend reden", sagte sein neuer Chef, Jörg-Andreas Krüger, der Tageszeitung "taz" (Mittwoch-Ausgabe) vor Beginn der Agrarmesse "Grüne Woche" in Berlin. "Wir müssen gemeinsam nach Lösungen für Probleme wie die Belastung des Wassers mit dem potenziell umwelt- und gesundheitsschädlichen Nitrat aus Düngern suchen", so Krüger. Der Nabu-Chef ergänzte, er wolle außer mit dem Bauernverband auch mit der Initiative "Land schafft Verbindung" sprechen, die die jüngsten Demonstrationen von Bauern gegen Umweltauflagen organisiert hatte.

Ein solcher Neustart wäre angesichts knapper Räume wohl nur unter Missachtung der Abstandsregeln möglich.
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Die Schulen haben Wichtigeres zu tun

"Wir wollen auch um Akzeptanz für Landwirte werben", versprach Krüger. Bedingung für einen Dialog sei, dass seine Gesprächspartner auf Agrarseite den Naturschützern nicht Inkompetenz vorwerfen: "Es darf keine Vorwürfe geben nach dem Motto: Da sitzen jetzt die Städter, die keine Ahnung haben". Wissenschaftlich belegte Umweltprobleme dürften nicht geleugnet werden.

Krüger ist im November zum Präsidenten des Naturschutzbunds gewählt worden, der nach eigenen Angaben 700.000 Mitglieder und Dauerspender hat. Krügers Vorgänger Olaf Tschimpke hatte den Bauernverband häufig mit scharfen Worten kritisiert, 2017 verlieh er dessen Chef den "Dinosaurier des Jahres" für besonders rückschrittliche Vorstellungen in Sachen Umweltschutz. Krüger stellte nun im taz-Gespräch heraus, dass seine Familie auch einen landwirtschaftlichen Hintergrund habe. "Meine Mutter kam von einem Bauernhof. ... Ich bin nicht rein städtisch, ich bin auch Jäger. Land zu nutzen und daraus Fleisch für mich selbst zu gewinnen, das gehört für mich dazu", sagte Krüger der taz.

https://taz.de/Nabu-Chef-Krueger-ueber-Bauernproteste/!5655019/



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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