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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startet heute eine umfassende Open Access-Strategie. Open Access bedeutet, dass wissenschaftliche Publikationen der Allgemeinheit unentgeltlich über das Internet - in einer Online-Zeitschrift, etwa auf einer Webseite, oder in einem sogenannten Repositorium - zur Verfügung gestellt werden. So kann jedermann auf die Artikel zugreifen, sie lesen und weitergeben. Die neuen Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass Open Access sich als Standardmodell des wissenschaftlichen Publizierens in Deutschland etabliert.

Freitag räumte Amthor ein: "Es war ein Fehler."
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Union wird zur Aufklärung im Fall Amthor gedrängt

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka sagte bei der heutigen Vorstellung der Strategie: "Wichtig ist mir, dass die Ergebnisse von Forschung, die mit Steuergeld gefördert wurde, für die Allgemeinheit unentgeltlich verfügbar werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse können heute leichter publik gemacht werden. Die digitalen Medien ermöglichen dies und wir müssen es schaffen, dass diese Chancen stärker ergriffen werden."

Eine zentrale Maßnahme der neuen BMBF-Strategie ist die Einführung einer Open Access-Klausel für alle durch das BMBF geförderten Projekte. Wissenschaftliche Artikel aus vom BMBF geförderten Projekten sollen entweder gleich unter einem Open Access-Modell publiziert oder nach Ablauf einer Embargofrist in einen geeigneten Dokumentenserver eingestellt werden können. Die Forscherinnen und Forscher bleiben dabei frei in ihrer Wahl, ob und in welcher Zeitschrift sie veröffentlichen wollen. Die Bundesregierung hat die rechtliche Grundlage hierzu bereits zum Januar 2014 mit der Einführung des unabdingbaren Zweitverwertungsrechts für Autorinnen und Autoren wissenschaftlicher Beiträge geschaffen.

Außerdem wird das BMBF die Länder, Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit einer Nationalen Kompetenz- und Vernetzungsstelle beim Ausbau ihrer Open Access-Aktivitäten unterstützen. Zudem fördert das BMBF in einem Wettbewerb innovative Ideen, die helfen, die neuen Publikationsformate an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu verankern. Gemeinsam mit der Wissenschaft wird das BMBF das Thema Open Access kontinuierlich weiterentwickeln.

Viele Verlage haben bereits Open-Access-Angebote entwickelt oder bieten den Autoren die Möglichkeit, ihre Artikel neben der Druckpublikation zusätzlich in diesen neuen Formaten zu veröffentlichen. Auch in der Wissenschaft ist Open Access schon lange ein Begriff und wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zunehmend genutzt. "Wir wollen die bestehenden Initiativen stärken und neue Wege zur Anwendung von Open Access aufzeigen. Freier Zugang zu Wissen ist ein Sprungbrett für die gesellschaftliche Entwicklung", sagte Wanka in Berlin.



Quelle: BMBF


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