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Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), drängt auf neue Anstrengungen in der Altenpflege ähnlich dem Ausbau der Kindertagesstätten. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) forderte Laumann unter anderem mehr Plätze in der Tagespflege: "Ebenso wie wir die Kitas ausgebaut haben, müssen wir auch für alte Menschen in allen Städten und Dörfern neue Betreuungsangebote schaffen." Pflegebedürftige sollten irgendwo hingehen können, "wo sie nicht alleine sind, wo sie Struktur und Beschäftigung haben".

ThyssenKrupp Quartier in Essen
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Geduldsprobe: Thyssenkrupp

Laumann betonte, ein Ausbau der Tagespflege bringe auch eine wichtige Entlastung für pflegende Angehörige. "Ich glaube, dass die schon ganz froh sind, wenn sie ein- oder zweimal die Woche vielleicht mal einen Tag für sich haben, gerade auch, wenn sie sich um Demenzkranke kümmern."

Der Staatssekretär nannte als Ziel, die häusliche Pflege stabil zu halten, "weil wir ja sonst noch mehr Fachkräfte brauchen". Er forderte außerdem, die Pflegeberufe müssten attraktiv bleiben. Da gebe es noch viel zu tun. So kassierten sechs Bundesländer noch Schulgeld in der Altenpflegeausbildung - bis zu 300 Euro im Monat. Dieses Schulgeld müsse per Gesetz in ganz Deutschland abgeschafft werden, forderte Laumann.

Der CDU-Politiker drängte zudem darauf, Pflegekräfte überall fair zu bezahlen. Er kritisierte, Niedersachsen habe da noch einen kräftigen Nachholbedarf: "Eine Altenpflegefachkraft verdient in Niedersachsen im Durchschnitt 2209 Euro brutto bei einer Vollzeitstelle. Die gleiche Kraft bekommt in Nordrhein-Westfalen 2692 Euro."

Laumann: Flüchtlinge sind Chance für Pflege

Jährlicher Bedarf an 20.000 Fachkräften mehr

Osnabrück. Pflege-Staatssekretär Karl-Josef Laumann (CDU) sieht die gegenwärtige Zuwanderung als Chance gegen den Personalmangel bei der Betreuung alter Menschen in Deutschland. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) sagte er, "jeder Mensch, der nach Deutschland kommt, um hier zu pflegen, ist herzlich willkommen". Dies gelte umso mehr, als dass die Zahl der Pflegebedürftigen in den kommenden Jahren jeweils zwischen zwei und drei Prozent steigen werde. Das führe zu einem hohen Personalbedarf. Wir haben heute etwa 700.000 Fachkräfte in der Altenpflege. Wenn man davon drei Prozent nimmt, dann brauchen wir jedes Jahr ungefähr 20.000 Pflegefachkräfte mehr."



Quelle: ots / Neue Osnabrücker Zeitung


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