Foto: EnergieAgentur.NRW / CC BY 2.0 (via Flickr)
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Selten wurde über die Energiepolitik so aufgeregt diskutiert wie in diesen Tagen. Leider hat die neue Leidenschaft für die Zukunft unseres Planeten eine fatale Kehrseite. Die Debatte ist sehr emotional. Emotionen trüben den Blick. Wer heute gegen weitere Fördermilliarden für Photovoltaik ist, wird vom Standgericht der öffentlichen Stimmung schnell als Planetenmörder verurteilt.

Wer es ernst meint mit dem Klimaschutz, muss auch den unpopulären Teil der Wahrheit akzeptieren: Umweltschutz kostet Geld. Geld ist begrenzt. Und deshalb muss das Umweltschutz-Budget dort investiert werden, wo es am meisten bringt.

Wegen der üppigen Fördergelder haben die deutschen Solarstrom-Betreiber inzwischen einen Gesamtanspruch auf weit mehr als 100 Milliarden Euro Fördergeld. Weil die Technik fast nirgends auf der Welt so stark gefördert wird, entstehen auch fast nirgends mehr Photovoltaikanlagen als ausgerechnet im sonnenarmen Deutschland. Das hat der frühere RWE-Chef Jürgen Großmann einmal so kommentiert: "Photovoltaik in Deutschland macht ökonomisch so viel Sinn wie Ananaszüchten in Alaska."

Bei der Frage, ob die Solarstromförderung in Deutschland auslaufen soll oder nicht, geht es eben nicht um ein Bekenntnis für oder gegen den Klimaschutz. Sondern nur um die technische Frage, ob dem Planeten mit den Abermilliarden an anderer Stelle noch effizienter geholfen werden kann. Was, wenn die deutschen Fördermilliarden von Anfang an konsequent in die Elektromobilität geflossen wären? Oder in neue Techniken zur Gebäudedämmung? Oder wenn sie verwendet worden wären, um die schmutzigsten Stahlwerke in Fernost sauberer zu machen? Solaranlagen sind inzwischen so billig, dass sie zum Selbstkostenpreis Strom produzieren. Jetzt brauchen andere Technologien ihre Chance.



Quelle: ots/Rheinische Post
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