Foto: Christiane Birr / Flickr (CC)
 1-2 Minuten Lesezeit  212 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Die Bistümer in Deutschland haben in den vergangenen fünf Jahren mehr als 6,4 Millionen Euro an Opfer sexuellen Missbrauchs gezahlt.

"Ich fürchte die Signalwirkung für Funktionäre vom Schlage des zurückgetretenen Schalker Aufsichtsrats-Chefs Tönnies, die eigentlich über große Vermögen verfügen, aber im Notfall mit dem Klingelbeutel vor der Politik stehen."
Foto: Rosa Luxemburg-Stiftung / CC BY 2.0 (via Flickr)

Kevin Kühnert gegen NRW-Landesbürgschaft für Schalke 04

Das ergab eine Umfrage der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) unter den 27 Diözesen. Die Summe wurde an mehr als 1000 Antragssteller ausgezahlt, die sich zwecks Anerkennung des erlittenen Leides an die katholische Kirche gewandt hatten, und beinhaltet neben reinen Geldzahlungen auch Kostenübernahmen für psychologische Behandlungen.

Die entsprechende Möglichkeit hierfür hatte die Deutsche Bischofskonferenz im März 2011 geschaffen. Die Bistümer ernannten sogenannte Missbrauchsbeauftragte, an die sich Opfer wenden können, um einen Antrag zu stellen. Dieser wird dann an die Deutsche Bischofskonferenz weitergeleitet, die eine Empfehlung ausspricht, an die sich die Bistümer aber nicht halten müssen. Am häufigsten wurde die Leistung im Bistum Münster nachgefragt, das sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Niedersachsen beheimatet ist. 129 Anträge gingen hier nach Angaben der Pressestelle ein, 122 wurden anerkannt und 862.000 Euro ausgeschüttet.

Die vorgeworfenen Taten sind in aller Regel verjährt und liegen bereits mehrere Jahrzehnte zurück. Laut "Neuer Osnabrücker Zeitung" liegt die Zahl der deutschlandweit Beschuldigten bei mehr als 860 Personen. Viele seien bereits verstorben. Nicht alle Bistümer hätten dazu allerdings Angaben gemacht. Die Vorwürfe richten sich sowohl gegen Geistliche als auch Laien im Dienst der Kirche.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung


#mehrNachrichten
ThyssenKrupp Quartier in Essen
Foto: Armin von Preetzmann / CC BY 2.0 (via Wikimedia Commons)

Geduldsprobe: Thyssenkrupp

Verkehrte Welt: Thyssenkrupp hat mit Rückenwind von der Konjunktur das zweite Quartal mit einem stolzen operativen Gewinn abgeschlossen und vor diesem Hintergrund die Prognose zum zweiten Mal in...
Bislang verfestigen die jüngsten Konjunkturindikatoren das Bild einer zweigeteilten deutschen Wirtschaft.
Foto: Cameron Venti

Achterbahn Konjunktur

Bergauf, bergab, dann geht es in die eine Richtung, gefolgt von der Kurve in die entgegengesetzte. Einer solchen Achterbahnfahrt gleicht die Konjunkturbetrachtung, seit sich das Coronavirus von...
Die Urteile in den Rechtssachen Apple und Amazon zeigen, dass das Wettbewerbsrecht nur bedingt taugt.
Foto: Steve Morgan / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Urteil über Amazons Steuerdeals: Rechtens, nicht gerecht

Erst Apple, nun Amazon: Erneut erleiden Europas Wettbewerbshüter eine krachende Niederlage vor Gericht. Weil die Konzerne mehr als zweifelhafte Steuerdeals mit Irland und Luxemburg ausgehandelt...
Einer möglichen Ampelkoalition aus Grünen, SPD und FDP steht Lindner skeptisch gegenüber.
Foto: INSM / CC BY-ND 2.0 (via Flickr)

Lindner setzt auf "Modernisierungskoalition" mit seiner FDP

FDP-Chef Christian Lindner sieht nach der Kür der Kanzlerkandidaten von Grünen und Union gute Chancen für seine Partei, in einer nächsten Bundesregierung mitzuregieren. "Armin Laschet haben wir als...
Deutschland hat sich bei den Militärausgaben auf den siebten Platz in der Welt hochgekämpft - und ist stolz darauf.
Foto: Stephen Leonardi

Ernstfall: Wettrüsten der Großmächte

Von wegen Krise: Der Rüstungswettlauf hat trotz Pandemie Konjunktur, die weltweiten Ausgaben haben bereits wieder eine Höhe wie im ersten Kalten Krieg erreicht. Parallel dazu herrscht zwischen den...
Laut einem ARD-Bericht wird Amazon-Mitarbeitern verwehrt, sich mit einer FFP2-Maske zu schützen.
Foto: Medien-gbr / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Grenzenlose Profitgier

Der DGB drängt darauf, die Gesundheit von Arbeitnehmern besser zu schützen, und nimmt dabei den Versandhändler Amazon ins Visier. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell sagte der "Neuen Osnabrücker...
Profitstreben und Pflege vertragen sich nicht gut. Gespart wird am Menschen.
Foto: Mufid Majnun

Ein krankes System: Die Pflege-Branche ist selbst ein Pflegefall

Mangel an Fachpersonal, mitunter niedrige Löhne und harte Arbeitsbedingungen - schon vor Corona waren die Probleme in der Pflege bekannt. Die Pandemie hat diese lange bekannten Probleme verschärft,...
Back To Top