Mittwoch, 20 Jan 2021
Foto: Christiane Birr / Flickr (CC)
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Die Bistümer in Deutschland haben in den vergangenen fünf Jahren mehr als 6,4 Millionen Euro an Opfer sexuellen Missbrauchs gezahlt.

Wenn die Behörden jetzt verstärkt Gäste kontrollieren, ob sie sich korrekt eintragen, ist das richtig.
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Verantwortung für Gäste und Wirte

Das ergab eine Umfrage der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) unter den 27 Diözesen. Die Summe wurde an mehr als 1000 Antragssteller ausgezahlt, die sich zwecks Anerkennung des erlittenen Leides an die katholische Kirche gewandt hatten, und beinhaltet neben reinen Geldzahlungen auch Kostenübernahmen für psychologische Behandlungen.

Die entsprechende Möglichkeit hierfür hatte die Deutsche Bischofskonferenz im März 2011 geschaffen. Die Bistümer ernannten sogenannte Missbrauchsbeauftragte, an die sich Opfer wenden können, um einen Antrag zu stellen. Dieser wird dann an die Deutsche Bischofskonferenz weitergeleitet, die eine Empfehlung ausspricht, an die sich die Bistümer aber nicht halten müssen. Am häufigsten wurde die Leistung im Bistum Münster nachgefragt, das sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Niedersachsen beheimatet ist. 129 Anträge gingen hier nach Angaben der Pressestelle ein, 122 wurden anerkannt und 862.000 Euro ausgeschüttet.

Die vorgeworfenen Taten sind in aller Regel verjährt und liegen bereits mehrere Jahrzehnte zurück. Laut "Neuer Osnabrücker Zeitung" liegt die Zahl der deutschlandweit Beschuldigten bei mehr als 860 Personen. Viele seien bereits verstorben. Nicht alle Bistümer hätten dazu allerdings Angaben gemacht. Die Vorwürfe richten sich sowohl gegen Geistliche als auch Laien im Dienst der Kirche.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung


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