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Die Zahl der Kliniken für Kleintiere in Deutschland ist in den vergangenen Jahren stark geschrumpft. Dass zwei bekannte Kliniken in Düsseldorf und Duisburg seit Kurzem nachts geschlossen bleiben, ist ein Alarmsignal. Dass die Klinik in Haan ein Einzugsgebiet von 100 Kilometern hat, kann im dicht besiedelten NRW nicht sein. Dort können unmöglich alle Tier-Patienten aus Düsseldorf und Duisburg zusätzlich behandelt werden.

Weiß oder schwarz zu sein, ist ein soziales Konstrukt.
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Eine freie Gesellschaft kennt keine Rassen

Die Politik hat einen Entwurf in Umlauf gebracht und will auf die Forderungen der Tiermediziner eingehen. Das ist ein gutes Zeichen und zeigt, dass der drohende Versorgungsengpass für Tiere erkannt worden ist. Jetzt müssen zeitnah Maßnahmen folgen. Ein großer Schritt wäre, das Arbeitszeitgesetz für Tierärzte dem von Humanmedizinern anzugleichen. So könnte ein Tierarzt eine OP beenden, ohne mit einer Strafe rechnen zu müssen. Auch zusätzliche Notdienst-Ringe von Tierarztpraxen würden die Kliniken entlasten.

Andererseits sollten sich auch Tierbesitzer selbst hinterfragen. Es ist verständlich, dass sie sich Sorgen machen, wenn ihr Hund nicht mehr frisst oder ihre Katze kränkelt. Aber muss es immer direkt die Klinik sein? Tierärzte berichten, dass sie schon nachts wegen Flohbefall kontaktiert wurden. Das führt zu unnötigen Wartezeiten, denn es gilt: Notfälle gehen vor. Die Kritik an den langen Wartezeiten ist fehl am Platz: Schließlich arbeiten die Ärzte rund um die Uhr, Tag und Nacht.

Um tierische Patienten mit Lappalien abzuschrecken und die hohen Kosten der 24-Stunden-Bereitschaft in Kliniken zu decken, sind die geforderten höheren Gebühren ein adäquates Mittel. Es muss jedoch verhindert werden, dass sich Tierbesitzer wichtige Operationen nicht mehr leisten können. Niemand sollte überlegen müssen, ob sein Geld reicht, um das Leben des Haustieres zu retten.



Quelle: ots/Rheinische Post
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