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Es gibt wohl keinen Skandal, der so schulterzuckend und widerstandslos hingenommen wird wie dieser: dass den Menschen hierzulande der Glauben mehr und mehr abhandenkommt! Die jüngsten Austrittszahlen der katholischen wie evangelischen Kirche stellen neue Rekorde auf mit dem vorläufigen "Zwischenstand", dass nur noch gut 53 Prozent der Bundesbürger einer christlichen Kirche angehören. Und die Kommentare der Mitverantwortlichen sind seit Jahren eingeübt. Von einer "schmerzenden", auch "besorgniserregenden" Entwicklung ist dann die Rede.

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Foto: Bob Dmyt / CC0 (via Pixabay)

Wo für Bildung und Forschung besonders viel Geld fehlt

Das ist alles viel zu zahm, zu defensiv. Die Kirchenflucht ist - etwas robuster formuliert - nicht hinzunehmen. Es gibt keinen Aspekt des christlichen Glaubens, der nicht ein wichtiger Kommentar zu unserer Zeit wäre; zu den Kriegen (Nächstenliebe), zum Klimawandel (Bewahrung der Schöpfung), zur Flüchtlingsfrage (Barmherzigkeit). Und wer die Zehn Gebote ernst nimmt und diese tatsächlich zu leben versucht, dürfte zwangsläufig zum Revolutionär werden.

Salopp formuliert: Die Botschaft ist unschlagbar, aber mies ihre Vermarktung. Viele kennen die Kirche gar nicht mehr anders als eine Art Bewältigungsagentur ihrer eigenen Verfehlungen. Seit wie vielen Jahren eigentlich reden die Würdenträger schon von und über Reformen, ohne auch nur einen Schritt zu tun? Das ist das Symptom einer gelähmten Kirche.

Doch alle, die nun clever und aus verständlichen Gründen argumentieren, dass man ja ein gläubiger Christ auch ohne Kirchenzugehörigkeit sein könne, irren. Das Wesen des Glaubens ist und bleibt die Communio, die Gemeinschaft. Darum darf es nicht das Ziel sein, ihr aus Enttäuschung zu entfliehen, sondern sie bei allen Frustrationen reform- und zukunftsfähig zu machen. Der unschlagbaren Botschaft zuliebe.



Quelle: ots/Rheinische Post
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