Freitag, 14 Aug 2020
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Weltkriegsmunition in Nord- und Ostsee belastet Speisefische. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der FDP hervor, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". So seien in Plattfischen aus der Kieler Bucht krebserregende Abbauprodukte von TNT nachgewiesen worden. Zudem hätten finnische Forscher Arsen-Abbauprodukte in Ostsee-Dorschen nachgewiesen. "Damit ist auch für arsenhaltige chemische Kampfstoffe der Beweis erbracht, dass sie von Fischen aus der Umwelt aufgenommen werden und - in diesem Fall - auch im essbaren Anteil nachweisbar sind", schreibt das Bundesumweltministerium.

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Foto: Montecruz Foto / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)

Angriffe auf die Polizei an der Rigaer Straße

Zu einer möglichen Gesundheitsgefährdung für Menschen macht die Regierung in der Antwort keine Angaben, verweist aber darauf, dass die Arsenkonzentration in den Fischen "sehr niedrig" gewesen sei. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Olaf in der Beek erklärte in der "NOZ", die Regierung müsse "schleunigst eine Risikobewertung vornehmen". Und weil die Kriegswaffen sich im Meer immer mehr zersetzten "müssen Bund und Länder dringend gemeinsam an Lösungen einer umweltfreundlichen Bergung der Munition arbeiten".

Laut amtlichen Schätzungen wurden 1,6 Millionen Tonnen Munition nach dem Zweiten Weltkrieg in Nord- und Ostsee versenkt. Hinzu kommen mehrere Zehntausend Tonnen chemischer Kampfstoffe. In der Antwort schreibt die Bundesregierung: "Die Beseitigung von Kampfmitteln ist Aufgabe der Länder." Die Nord- und Ostseeanrainer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern befürchten aber eine finanzielle Überforderung und haben das Thema auf die Tagesordnung der anstehenden Umweltministerkonferenz in Hamburg gesetzt.

Die Bundesregierung ihrerseits kündigt an, auf der Innenministerkonferenz im Dezember die Gründung eines Arbeitskreises vorschlagen zu wollen. Der soll das Vorgehen in Sachen Munitionsreste an Land und im Wasser vereinheitlichen. Was die Bergung der Kriegsüberbleibsel vor der Küste angeht, setzt der Bund auf neue Roboter. Diese könnten 70 bis 100 Prozent der Munition ohne Schäden für die Umwelt räumen und stünden "in den nächsten Jahren" zur Verfügung.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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