Dienstag, 04 Aug 2020
Foto: diema / CC0 (via Pixabay)
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Elektroautos können auch Spaß machen. Sie sind zum Beispiel viel leiser als Autos mit Verbrennungsmotor. Sie starten in der Regel auch viel schneller aus dem Stand. Außerdem haben ihre Nutzer zumeist ein besseres ökologisches Gewissen. Trotzdem kommt die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland anders als etwa in Skandinavien nicht in Schwung.

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof
Foto: Rufus46 / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Willkür bleibt

Schuld daran sind sicher die deutschen Hersteller, die viel zu spät auf die E-Mobilität umsteigen. Bisher haben sie nicht die E-Modelle auf dem Markt, die wirklich mit Neuwagen herkömmlicher Art bei Preis und Reichweite konkurrieren könnten. Das soll nun Schritt für Schritt gelingen. Deutsche Autofahrer könnten sich allerdings längst auch E-Autos ausländischer Hersteller kaufen. Sie tun es nur nicht.

Das wiederum liegt daran, dass man in Deutschland nicht sicher sein kann, ob man noch zur nächsten öffentlichen Ladesäule gelangt, wenn der Batteriestand plötzlich gegen Null geht. Hier haben Staat und Wirtschaft bisher komplett versagt. Nur 17.000 öffentliche Ladesäulen gibt es in Deutschland, bis zu eine Million werden aber gebraucht, wenn bis 2030 bis zu zehn Millionen E-Autos auf deutschen Straßen rollen sollen.

Nach ihrem "Autogipfel" wollen Regierung und Hersteller jetzt mit einem "Masterplan" das Ladesäulen-Angebot ausbauen. Eine Ankündigung, die geradezu sprachlos macht. Warum kommt er erst jetzt, der große Plan, fünf Jahre nachdem Angela Merkel den Ausbau der Elektromobilität auf den Schirm genommen hat? Was hochtrabend "Masterplan" genannt wird, ist zunächst nur ein Lippenbekenntnis, solange völlig unklar bleibt, ob der Staat oder die Wirtschaft den Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur bezahlt. Der Staat sollte hier einfach in Vorleistung gehen, sonst klappt es niemals mit dem Klimaschutz im Verkehr.



Quelle: ots/Rheinische Post
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