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Donnerstag, 02 Apr 2020
Die Bevölkerung im fränkischen Steigerwald ist tief gespalten. Etwa 60 Prozent der Bewohner hier sind gegen den Nationalpark, 40 Prozent sind dafür.
Die Bevölkerung im fränkischen Steigerwald ist tief gespalten. Etwa 60 Prozent der Bewohner hier sind gegen den Nationalpark, 40 Prozent sind dafür. Foto: ZDF / Frank Bergfeld
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Fledermäuse oder Autobahn – Wie viel Naturschutz verträgt Deutschland?. Naturschutz ist wichtig – doch um welchen Preis? Was ist, wenn der Naturschutz den Bau dringend benötigter Autobahnen, Bahntrassen oder Flüchtlingsheime verhindert? Am Sonntag, 18. September 2016, 16.30 Uhr, heißt es deshalb bei "planet e." im ZDF: "Fledermäuse oder Autobahn – Wie viel Naturschutz verträgt Deutschland?" In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen tobt seit mehr als 50 Jahren der Streit um den Ausbau der Autobahn A33, die von Bielefeld aus in Richtung Osnabrück verlängert werden soll. Immer neue Klagen, unter anderem für den Erhalt einer Fledermauskolonie, haben den Autobahnausbau um Jahrzehnte verzögert. Mittlerweile wird gebaut, aber die Umweltauflagen sind hoch und teuer. Über 30 Millionen Euro werden für Grünbrücken, Fledermausabweiser und Ausgleichsmaßnahmen ausgegeben. Seitdem der Hamburger Senat beschlossen hat, im Stadtteil Blankenese eine Unterkunft für 192 Flüchtlinge zu bauen, argumentieren die Anwohner gegen das Vorhaben mit dem Verweis auf Bäume und seltene Pflanzenarten, die auf der Brachfläche stünden und erhalten bleiben sollen. Nun werden alle Umweltschutzbestimmungen genau geprüft und ausgelegt – die Anwohner haben einen vorläufigen Baustopp erwirkt. Die "planet e."-Dokumentation von Stefan Bomhof und Karlo Malmedie greift auch den Streit um den Nationalpark Steigerwald im Norden Bayerns auf, bei dessen Realisierung Naturschutz- und Holzwirtschaftsinteressen aufeinanderprallen. Ein anderes Beispiel in der Doku: die Mauereidechsen, die den Ausbau der Bahnstrecke von Stuttgart nach Ulm verzögern. "planet e." begibt sich auf eine Reise durch Deutschland und zeigt, wo der Naturschutz wichtigen Bauvorhaben manchmal im Weg stehen kann. Quelle: ZDF

Naturschutz ist wichtig – doch um welchen Preis? Was ist, wenn der Naturschutz den Bau dringend benötigter Autobahnen, Bahntrassen oder Flüchtlingsheime verhindert?

Olaf Scholz
Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Probleme lauern jenseits der Steuerschätzung

Am Sonntag, 18. September 2016, 16.30 Uhr, heißt es deshalb bei "planet e." im ZDF: "Fledermäuse oder Autobahn – Wie viel Naturschutz verträgt Deutschland?"

In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen tobt seit mehr als 50 Jahren der Streit um den Ausbau der Autobahn A33, die von Bielefeld aus in Richtung Osnabrück verlängert werden soll. Immer neue Klagen, unter anderem für den Erhalt einer Fledermauskolonie, haben den Autobahnausbau um Jahrzehnte verzögert. Mittlerweile wird gebaut, aber die Umweltauflagen sind hoch und teuer. Über 30 Millionen Euro werden für Grünbrücken, Fledermausabweiser und Ausgleichsmaßnahmen ausgegeben.

Seitdem der Hamburger Senat beschlossen hat, im Stadtteil Blankenese eine Unterkunft für 192 Flüchtlinge zu bauen, argumentieren die Anwohner gegen das Vorhaben mit dem Verweis auf Bäume und seltene Pflanzenarten, die auf der Brachfläche stünden und erhalten bleiben sollen. Nun werden alle Umweltschutzbestimmungen genau geprüft und ausgelegt – die Anwohner haben einen vorläufigen Baustopp erwirkt.

Die "planet e."-Dokumentation von Stefan Bomhof und Karlo Malmedie greift auch den Streit um den Nationalpark Steigerwald im Norden Bayerns auf, bei dessen Realisierung Naturschutz- und Holzwirtschaftsinteressen aufeinanderprallen. Ein anderes Beispiel in der Doku: die Mauereidechsen, die den Ausbau der Bahnstrecke von Stuttgart nach Ulm verzögern. "planet e." begibt sich auf eine Reise durch Deutschland und zeigt, wo der Naturschutz wichtigen Bauvorhaben manchmal im Weg stehen kann.



Quelle: ZDF


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