Freitag, 10 Jul 2020
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Die Umweltschutzorganisation Greenpeace und die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) haben Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zum Umdenken beim geplanten Tierwohl-Label aufgefordert. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Demnach fordern die beiden Organisationen gemeinsam eine verpflichtende Kennzeichnung von Haltungsbedingungen und Herkunft auf Fleischverpackungen. Das Ministerium arbeitet derzeit an einem freiwilligen Label für Schweinefleisch. "Wenn das Ministerium die jetzigen Pläne umsetzt, sehe ich schwarz für das Label", sagte ISN-Vorsitzender Heinrich Dierkes. Eine freiwillige Kennzeichnung werde sich im Supermarkt nicht durchsetzen.

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Foto: thisguyhere / CC0 de (via Pixabay)

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Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter appellierte an das Landwirtschaftsministerium, sich an der Kennzeichnung von Eiern zu orientieren: Hier zeigt eine Ziffer an, wie das Huhn lebt. Hofstetter: "Dieses Beispiel zeigt: Verbraucher sind bereit, für bessere Haltungsbedingungen von Tieren mehr Geld auszugeben." Hofstetter erinnerte zudem daran, dass mehrere Handelskonzerne längst selbst einen sogenannten Haltungskompass für Fleischverpackungen eingeführt haben. "Die Wirtschaft ist viel weiter als die Bundesregierung. Es ist unverständlich, dass dennoch weiter der Irrweg eines freiwilligen Labels genommen wird und dafür Millionen an Steuergeldern draufgehen", beklagte Hofstetter.

Zuvor hatte das Land Niedersachsen bereits eine Bundesratsinitiative angekündigt. Die rot-schwarze Landesregierung fordert ebenfalls eine verpflichtende Kennzeichnung, so auch die deutsche Geflügelwirtschaft. Zuvor hatte Agrarstaatssekretär Hermann Onko Aeikens vor der überstürzten Einführung eines Pflichtlabels gewarnt. Er sagte der "NOZ": "Wer eine verpflichtende Haltungs- und Herkunftskennzeichnung einführen will, dem droht juristischer Ärger mit den europäischen Nachbarn. Das Thema Pkw-Maut lässt hier grüßen." Der Gesetzentwurf für ein freiwilliges Tierwohllabel soll im Juli in Bundeskabinett beraten werden.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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