#zeitfokus.

Donnerstag, 02 Apr 2020
Foto: Wolfgang Ehrecke / CC0 (via Pixabay)
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Landwirtschaft muss mehr für Umweltschutz tun. EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat auf die Notwendigkeit weiterer Umweltschutz-Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaft hingewiesen. Vor einem Treffen mit Deutschlands Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Dienstag in Hannover betonte Hogan gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Die Dringlichkeit der Klima- und Umweltprobleme war noch nie so groß wie heute." Die Emissionen aus dem Agrarsektor müssten gesenkt werden, wenn die Ziele des Pariser Klima-Abkommens erreicht werden sollen. Zehn Prozent der Nicht-CO2-Emissionen in der EU stammten aus der Landwirtschaft, so Hogan. Er erklärte zudem, dass 18 Prozent des Grundwassers in Europa mit Nitrat belastet sei. Der Stoff gelangt vor allem beim Düngen von Feldern in die Umwelt und ist potenziell schädlich für Mensch und Natur. "Die Grundwasserbelastung ist nach wie vor eine Herausforderung in Gebieten, in denen wir eine intensive Tierproduktion betreiben", sagte Hogan. Der Europäische Gerichtshof hatte Deutschland wegen zu hoher Nitrat-Werte im Grundwasser verurteilt. Eine von der Bundesregierung vorgeschlagene Verschärfung der deutschen Düngeverordnung wies die Kommission als unzureichend zurück. Es drohen hohe Strafzahlungen. Hogan sagte: "Landwirte und der ländliche Raum sind Teil der Lösung, nicht Teil des Problems." Die geplante Reform der EU-Agrarsubventionen werde Anreize für Landwirte schaffen, umweltschonender zu arbeiten. Dies werde die Situation "erheblich verbessern", so Hogan. Deutsche Landwirte befürchten derweil weitere Auflagen. Angesichts der erneuten Verschärfung der Düngeverordnung planen niedersächsische Bauern am Rande des Besuchs von Hogan eine Demonstration. Am Donnerstag ist zudem eine Großkundgebung in Münster geplant, zu der Tausende Bauern erwartet werden. Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung

EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat auf die Notwendigkeit weiterer Umweltschutz-Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaft hingewiesen. Vor einem Treffen mit Deutschlands Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Dienstag in Hannover betonte Hogan gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Die Dringlichkeit der Klima- und Umweltprobleme war noch nie so groß wie heute." Die Emissionen aus dem Agrarsektor müssten gesenkt werden, wenn die Ziele des Pariser Klima-Abkommens erreicht werden sollen. Zehn Prozent der Nicht-CO2-Emissionen in der EU stammten aus der Landwirtschaft, so Hogan.

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Foto: Hagar66 / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

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Er erklärte zudem, dass 18 Prozent des Grundwassers in Europa mit Nitrat belastet sei. Der Stoff gelangt vor allem beim Düngen von Feldern in die Umwelt und ist potenziell schädlich für Mensch und Natur. "Die Grundwasserbelastung ist nach wie vor eine Herausforderung in Gebieten, in denen wir eine intensive Tierproduktion betreiben", sagte Hogan. Der Europäische Gerichtshof hatte Deutschland wegen zu hoher Nitrat-Werte im Grundwasser verurteilt. Eine von der Bundesregierung vorgeschlagene Verschärfung der deutschen Düngeverordnung wies die Kommission als unzureichend zurück. Es drohen hohe Strafzahlungen.

Hogan sagte: "Landwirte und der ländliche Raum sind Teil der Lösung, nicht Teil des Problems." Die geplante Reform der EU-Agrarsubventionen werde Anreize für Landwirte schaffen, umweltschonender zu arbeiten. Dies werde die Situation "erheblich verbessern", so Hogan. Deutsche Landwirte befürchten derweil weitere Auflagen. Angesichts der erneuten Verschärfung der Düngeverordnung planen niedersächsische Bauern am Rande des Besuchs von Hogan eine Demonstration. Am Donnerstag ist zudem eine Großkundgebung in Münster geplant, zu der Tausende Bauern erwartet werden.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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